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Brötchen

Was die Berliner können, können die Wiener schon lange.
Christina Böck

Klops ist eigentlich nicht sehr schmeichelhaft, so als Name. Auch wenn man als Flusspferd vielleicht eine dickere Haut hat – nett ist das nicht. So hieß nämlich ein Hippo im Berliner Zoo. Die Berliner haben ohnehin eine Schwäche für ausgefallene Nilpferd-Namen. Und meistens haben sie etwas mit landestypischem Essen zu tun. Klops eben. Aber neben dem Knödel gab es auch Schrippe (Langsemmel), Stulle (Belegtbrot) und Bulette (Fleischlaberl). Und nun ist ein weiteres Gebäck hinzugekommen. Denn auch den neuesten Flusspferdnachwuchs hat ein kulinarisches Schicksal ereilt: Er heißt nun Brötchen (Semmel).

Seltsam, aber auch ein bisschen süß. Im Wiener Tiergarten ist man zu seriös für solche Taufeskapaden. Was auch wieder schade ist. Möglichkeiten gäbe es genug. Man könnte ja die Giraffe Soletti nennen, die Qualle vielleicht Grießnockerl, die Pandas hören dann auf Stracciatella I und II, der Rochen heißt Palatschinke, die roten Pandas werden auf Liptauer getauft und der edle Brillenbär auf Drageekeksi. Die Flamingos? Klar. Punschkrapferl.

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