Bremsen

Es wird fröhlich gebremst, nur beim Autofahren nicht. Und: Was ist von den politischen Insektiziden zu halten?
Gert Korentschnig

Wir alle kennen diese lästigen Insekten, die sich nicht einmal durch wildes Fuchteln vertreiben lassen und die, wenn sie zugebissen haben, eine ziemliche Pletschn anrichten. Kleiner bildungsbürgerlicher Hinweis: Nur die Weibchen sind Blutsauger.

Im Moment sind Bremsen zum Glück noch nicht auf der Haut, aber in aller Munde. Die Bremse ist das politische Insektizid gegen die Teuerung. Doch da wie dort hilft nicht immer, was der (parlamentarische) Apotheker gegen Schwellungen verordnet.

Im Supermarkt wird über die Steuer bei den Preisen eingegriffen, ab Juli, wenn auch am Wasser Bremsen-Hochsaison ist. Die Mietpreisbremse gilt seit 1. April, und man darf Zweifel haben, ob sie treffsicher ist. An der Tankstelle wird die Spritpreisbremse gezogen, die Reduktion beträgt 10 Cent pro Liter, was angesichts einer Teuerung von 70 Cent eher einem Mückenstich gleicht. Kommt die Strompreisbremse zurück? Und gibt’s bald die ORF-Gagenbremse?

Der beste Trick gegen hohe Spritkosten wäre übrigens recht simpel: weniger Gas, mehr bremsen. Aber das ist in einem Autoland leider unrealistisch.

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