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Schritte

Über Studien zwischen Himalaya und Karibikstrand und Schildkröten auf der Autobahn
Andreas Schwarz

In diesem Sommer, in dem man sich hitzebedingt lieber nicht von A nach B bewegt, durften wir lesen,  dass wir noch nie so wenig gegangen sind. Der Mensch komme nur noch auf 4.961 Schritte/Tag, sagt eine Studie, die weltweit die Bewegungsdaten von Smartphone-Nutzern ausgewertet hat. 
Das sind deutlich weniger Schritte als römische Legionäre  hatschen mussten (ca. 30.000 – was man heute alles weiß!). Und halb so viele, wie uns Gesundheitsgurus bis vor Kurzem noch schlechtes Gewissen machten, wenn wir sie nicht machen (10.000 – inzwischen wurde das Ziel, das kaum wer  im Büro-/Arbeitsalltag erreicht, nach unten revidiert).
Ja eh, wir bewegen uns zu wenig. Dafür hätte es keine Studie  gebraucht, die offenbar das Mittel aus der Bewegung des Sherpas am Himalaya und des Strandbarmanns in der Karibik errechnet.
Andere Sommermeldung desselben Tages: „Autobahnpolizei rettet Schildkröte auf A2 bei Bielefeld“. Wie viele Schritte das Tier unterwegs war, wissen wir leider nicht. Es hat ja auch kein Smartphone, um für Unfugstudien getrackt zu werden.

andreas.schwarz@kurier.at

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