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Steine drehen

Im Sommer sind die Leut' weg (oder so ähnlich) und die Baustellen da (aber genau)
Andreas Schwarz

Alle Jahre wieder ist Sommer, und Sommer ist Baustelle. Weil die ja vermeintlich nicht stört, wenn die meisten Leut’ auf Urlaub sind … 
Also das gilt für die Baustellen auf Autobahnen ja eher weniger – Stau, Stau, Stau. Für die Stadt gilt’s nur insofern, als offenbar der Baustellenkoordinator auf Urlaub ist – Stau, Stau, Stau. Diejenigen, die nicht auf Urlaub sind, würden gerne mit Öffis den Stau vermeiden, aber allzu oft: nix Öffi, Baustelle. 
Wobei: Es muss repariert werden, klar. In Wien kommen aber noch Radwegbaustellen dazu (viele dort, wo nie ein Rad fahren wird); lustige Kreisverkehre werden gebaut, wo sie kein Mensch braucht; und Fußgänger/Begegnungszonen entstehen, wo ohnehin schon ein kleiner Park weilt (Aumannplatz). Anrainer dürfen in „Pop up Informationsveranstaltungen“ ihre Wünsche auf Zettelchen schreiben, die direkt zum Salzamt flattern, weil noch viele Einheitsbetonplatten der Versiegelung, pardon: Stadtplanung harren. Motto: Die Finanzstadträtin wollte doch „jeden Stein umdrehen“ auf der Suche nach dem Milliardendefizit der Stadt – also drehen wir und bauen wir.    

 andreas.schwarz@kurier.at
 

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