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Köpferl in Sand

Veränderung bei Atomstrom, Neutralität, Pensionsalter - aber wo kommen wir da hin?
Andreas Schwarz

Die Dreifaltigkeit vieler Österreicher lautet ja: Hamma net / brauch ma net / des war scho immer so. Also zum Beispiel  Nein zu Atomkraft /  Nein zu Neutralitätsende / Nein zu länger arbeiten.
Die  Schweiz, lasen wir, will das Neubauverbot für AKWs kippen, ganz Europa setzt wieder auf Atomkraft, nur  bei uns  rührt das keinen.  Wir importieren fröhlich Atomstrom und zerstören   lieber unseren Lebensraum unter dem Diktat der Windkraftkonzerne, als über effiziente  Energiegewinnung nachzudenken.
Die Neutralität? In der Lebenslüge lebt sich’s gut, nur net irgendwo anstreifen, die anderen werden uns schon beistehen, wenn  was ist. Wozu  neue Abfangjäger, längerer Wehrdienst, mehr Soldaten, gar ein Bündnis, wo wir jemandem beistehen müssten?
Länger arbeiten, weil wir viel länger leben als zu Zeiten, als das Pensionsalter beschlossen wurde, und weil sich das Pensionssystem nimmer ausgeht? Traut sich kein Politiker anzugreifen, das System kracht eh erst in der nächsten oder übernächsten Generation.
Um damit gut zu leben, braucht’s nur noch, was Arik Brauer einst besang: Köpferl in Sand.  

   
andreas.schwarz@kurier.at
 

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