Vorbei! Die Zeit, wo man im Gym dick da war
Volle Studios im Jänner
Wenn man/frau im Dezember ins Fitnessstudio geht, könnte man Bewegungsmelder aufstellen, die ähnlich sinnvoll sind wie Heizstrahler in Dampfbädern. Gähnende Leere machte sich breit. Der Gedanke, naja, am 1. Jänner wird sowieso alles anders, herrschte in den Köpfen der gemeinen Österreicher, wenn sie beim Punschstand standen und Weihnachtsgeschenke grübelten.
Viele kauften sich dann gleich auch die Sport-Wäsch’ dazu, denn die alte passte ja nicht mehr. Und siehe da, im abgelaufenen Jänner waren die Trainingseiferer wie immer dick da. Mengenmäßig, volumenmäßig. Da schwabbelte es zwar bei den Geräten, aber es schwabbelte. Da wurde der Mensch wieder zum Trainingskönig. Aus Whiskey Dry wurde Dry January. Nachdem ein Trainingsmonat in trockenen Tüchern war, gibt man sich nun wieder den feuchtfröhlichen Annehmlichkeiten des Lebens hin.
Faschingszeit
Bei manchen Trainingsgästen sieht das Sportdress in der Tat wie eine Faschingskleidung aus, da tauchen Menschen im Gym auf, die ähnlich Gefahr laufen, sich zu verletzen wie ein Formel-1-Fahrer oder Speed-Ski-Athlet. Wenn die temporären Fitness-Tiger diesen Monat überstanden haben und dies vor allem verletzungsfrei, darf mit Stolz den Faschingsfeiern beigewohnt werden.
Und da kann es auf andere Weise gefährlich werden. Im vergangenen Jahr kam ein Kollege mit Gips in die Arbeit. Da sagte ich zu einem anderen: „Aber das gibt es doch nicht, ich habe ihn doch gestern im Nachtklub mit einer Dame ausgelassen tanzen gesehen?“ Antwort: „Ja, seine Frau auch.“ Aber wenigsten hat er mit den anderen Körperteilen mehr Kraft. Dem Jänner sei Dank.
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