Gesundheit: Forschungserfolge machen zuversichtlich
Es ist ein Albtraum für Eltern: Ihr Baby fiebert, trinkt nicht und atmet schwer. Mehr als 1.000 Säuglinge und Kleinkinder mussten in Österreich bis vor zwei Jahren jeden Winter in einem Spital aufgenommen werden, weil sie an einer schweren RSV-Infektion litten.
Bereits im Winter 2024/2025 gab es einen Rückgang der durch dieses Virus ausgelösten Spitalsaufnahmen: Erstmals stand – allerdings noch nicht ausreichend – eine kostenlose Immunisierung für Säuglinge zur Verfügung: eine Injektion mit Antikörpern (Abwehrstoffen). In diesem Winter können alle Kleinkinder geschützt werden. Der Kinderarzt Reinhard Kerbl, Geschäftsführer der Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde, geht davon aus, dass in dieser Saison „600 bis 1.000 Hospitalisierungen insbesondere von Säuglingen und Kleinkindern verhindert werden können“.
Der neue RSV-Schutz ist nur ein Beispiel für die Bedeutung von Forschung. Ein anderes: Die für Personen ab 60 und Risikogruppen kostenlose neue Gürtelrose-Impfung (wieder verfügbar ab Mitte Jänner) senkt das Erkrankungsrisiko um mehr als 90 Prozent.
Und die Auswertung der Daten von 22,7 Millionen Personen mit einer Covid-19-Impfung und 5,9 Millionen ungeimpften Personen ergab kürzlich: Geimpfte hatten ein um 74 Prozent geringeres Risiko, an schwerem Covid-19 zu versterben, so das Ergebnis einer französischen Studie. Auch ihr allgemeines Sterberisiko war im Beobachtungszeitraum von 45 Monaten reduziert.
Mehr als die Hälfte der derzeit in Entwicklung befindlichen Impfstoffkandidaten nutzt die mRNA-Technologie, die auch beim Großteil der Covid-Impfungen zum Einsatz kam. Darunter sind viele therapeutische Impfstoffe gegen Krebserkrankungen. Diese Impfstoffe trainieren das Immunsystem, die Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen.
Die Fortschritte in der medizinischen Forschung sind ein gewichtiger Grund, mit Zuversicht ins neue Jahr zu blicken.
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