Brot und Gebäck dazu – dann schmeckt’s!

Backwaren spielen im Kaffeehaus eine wichtige Rolle. Welche Sorten sind im Café essenziell?
Wolfgang Kralicek

Vor Jahrzehnten hat die Bäckerinnung (oder wer auch immer) eine massive Werbekampagne für Backwaren bei Tisch finanziert. Es gab TV-Spots, in denen der Schauspieler Kurt Weinzierl theatralisch nach dem Brotkorb verlangte („Wo ist das Körrrberl?“), und der Slogan „Brot und Gebäck dazu – dann schmeckt’s“ war damals fast so populär wie „Schwechater – recht hat er“ oder „Manner mag man eben“.

Die Kampagne ging, Brot und Gebäck sind geblieben. Auch im Kaffeehaus spielen sie eine wichtige Rolle. Welche Sorten sind im Café essenziell?

Erstens: Brot. Gefragt ist Brot mit knuspriger Kruste und fester Konsistenz. Die Kruste ist wichtig, damit das Butterbrot nicht zu fad wird. Fluffiges Weißbrot fällt aus, weil da die Butter und der Schnittlauch nicht gut genug haften.

Zweitens: Semmel. Es muss natürlich eine Handsemmel sein. Analog zum Butterbrot soll ja auch das Buttersemmerl nach etwas schmecken. Eine resche Semmel ist aber auch als Begleitung zum Paar Würstel, zum kleinen Gulasch oder zum weichen Ei unverzichtbar.

Drittens: Salzstangerl. Die einzige echte Alternative zur Semmel. Was man bevorzugt, ist reine Geschmacksache. Jedenfalls sollte das Salzstangerl knusprig sein, nicht zu groß – und nicht zu salzig.

Viertens: Kipferl. Während das mürbe Kipferl oder das Croissant im Wirtshaus eher nichts verloren haben, gehört es im Kaffeehaus zum Standardangebot.

Im Café Kralicek legt man großen Wert darauf, die wesentlichen Backwaren stets in guter Qualität vorrätig zu haben. Darüber hinaus gibt es an manchen Tagen auch noch die Waldviertler Gebäckspezialität Mangerl (mit Mohn und Salz). Wo ist das Körrrberl???

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