Forscher tüfteln an Super-Sonnencreme

Wissenschafter wollen den "Code" des Sonnenschutzes knacken und ein Produkt entwickeln, das die Haut länger vor dem Sonnenbrand bewahrt.
Eine Frau cremt ihre Schulter mit Sonnenmilch ein.

Die Haut vergisst nichts - und jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

Es gilt: Nur wer richtig eingecremt ist, ist ausreichend geschützt. Die EU empfiehlt zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut. Auf die gesamte Hautoberfläche hochgerechnet entspricht das sechs Teelöffeln: einer für das Gesicht, einer für die Arme, einer für den Oberkörper, einer für den Rücken sowie je einer für jedes Bein. Doch einmal einschmieren reicht nicht, denn durch Schwitzen, Bewegung oder Baden wird die Schutzschicht dünner, der Schutzeffekt lässt ebenfalls mit der Zeit nach.

Super-Sonnencreme in Planung

Derzeit gibt es bereits eine Reihe von Sonnenschutzprodukten am Markt, die sich in der Art der Filter, der Höhe des Schutzfaktors und ihre Zusammensetzung voneinander unterscheiden. Britische Forscher wollen das Sortiment um eine "Super-Sonnencreme" erweitern, die herkömmliche Produkte in puncto Langlebigkeit in den Schatten stellen soll.

"Sonnenschutzmittel gibt es bereits seit Jahrzehnten, also könnte man meinen, dass wir alles darüber wissen, tun wir aber gar nicht", erklärte Vasilios Stavros, Chemie-Professor an der britischen University of Warwick, kürzlich bei einer Tagung der American Chemical Society in San Francisco.

Im Zuge der Analyse gängiger Inhaltsstoffe von Sonnencremes, sogenannte chemische UV-Filter, fand man heraus, dass nicht nur die Zerstörung der chemischen Filter einen Langzeitschutz verhindert, auch die Tatsache, dass ein Teil der Filter-­Moleküle unter Lichteinstrahlung in einen angeregten Zustand entritt und somit keine weitere UV-Strahlung abfangen kann, sei laut Stavros ein Problem.

"Wenn wir verstehen, wie die Moleküle der Sonnencreme das Licht absorbieren, können wir sie so manipulieren, dass sie noch mehr aufnehmen Energie und dabei nicht zerfallen", so Stavros weiter. So könne letztendlich eine Sonnencreme entstehen, bei der nicht nachgeschmiert werden muss. Basierend auf den neuen Erkenntnissen sollen à la longue Moleküle für die Lichtabsorption hergestellt werden, die in einer Creme enthalten bei einmaligem Auftragen den ganzen Tag vor Sonne und Sonnenbrand schützen.

Sonnenschutz: Was hilft wirklich?

Eine Frau mit Hut und Bikini entspannt sich auf einer gelben Luftmatratze im Pool.

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Eine Frau liegt in einem Solarium unter blauem Licht.

Licht gegen die Winterdepression
Eine Frau mit Sonnencreme in Form einer Sonne auf der Schulter und einem Hut am Strand.

Ein Mädchen mit Sonnenbrille und Sonnencreme im Gesicht sitzt auf einer Blumenwiese.

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Eine Frau sprüht sich mit Sonnenspray ein.

Hoher UV-Index Wert in Bayern
Ein Kind im gelben Bikini wird mit Sonnencreme eingecremt.

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Drei Karotten liegen neben einigen Karottenscheiben.

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Eine Frau hält eine Karotte zwischen den Zähnen.

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Eine Frau hält sich zwei Tomaten vor die Augen und lacht.

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Eine Frau liegt am Strand, auf ihrem Rücken ist mit Sonnencreme eine Sonne gemalt.

Sommer, Sonne... Badesee
Eine lächelnde Frau trägt Feuchtigkeitscreme auf ihr Gesicht auf.

Die Sonne scheint hell an einem wolkenlosen, blauen Himmel.

Zwei Frauen entspannen sich mit Schwimmnudeln in einem Schwimmbad.

Hitze in Oesterreich
Eine Person cremt ihren Fuß mit Sonnencreme ein.

Sonnencreme
Auf dem Rücken einer Person steht mit Sonnencreme das Wort „Sonne“ geschrieben.

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Menschen entspannen an einem sonnigen Strand unter blau-weiß gestreiften Sonnenschirmen.

Sonnen im Schatten
Eine Mutter hält ihr lachendes Kind mit Sonnenbrille und Kopftuch am Strand.

Sonnenbrille und Muscheln liegen auf einer Bastmatte.

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