Liga-Auftakt: Pacult empfängt Stöger

Die 2. Deutsche Liga startet mit dem Duell zweier echter Wiener.
Zwei Männer, einer im Dynamo Dresden Polohemd, der andere mit roter Brille, schauen besorgt.

Zwei echte Wiener gehen nicht nur nicht unter, sondern tauchen in der zweiten deutschen Liga auf. Und stehen einander am Samstag (15.30 Uhr, live Sky Bundesliga) zum Saisonauftakt gegenüber: Peter Pacult empfängt mit Dynamo Dresden Peter Stöger und den 1. FC Köln.

Pacult, der ehemalige Rapid-Meistermacher, kennt die Liga schon länger als Stöger, der Meistermacher der Austria. Für ihn war es wie ein Wechsel in eine andere Fußballwelt. „Alles ist einfach größer. Zu den Trainings kommen Hunderte Fans, bei der Präsentation waren 25.000 im Stadion.“

Auch das Medienaufkommen ist mit jenem in Wien nicht zu vergleichen. Gleich mehrere Boulevard-Zeitungen verfolgen den 1. FC Köln auf Schritt und Tritt. Peter Pacult kann das nicht mehr überraschen. „Da hast du kaum Ruhe, das gehört zum Geschäft dazu. Köln rangiert bei der Beliebtheit in Deutschland mit ganz oben.“

Ein älterer Mann mit grauem Haar sitzt auf einem Stuhl, während ein jüngerer Mann daneben steht.

Ein Mann im Anzug vor einer Wand mit Logos des FC Kärnten und Sponsoren.

Peter Pacult, FC Kärnten, FCK Trainer…
Zwei Männer unterhalten sich am Rande eines Fußballfeldes.

GERMANY SOCCER PETER PACULT
Ein Mann in einer grünen Jacke mit dem Logo von SK Rapid Wien steht mit verschränkten Armen da.

FUSSBALL-BUNDESLIGA/RAPID VS SALZBURG
Ein Mann hält die Trophäe der österreichischen Bundesliga hoch.

T-MOBILE FUSSBALL BUNDESLIGA: MEISTER SK RAPID
Ein Porträt des ehemaligen Fußballspielers Lothar Matthäus.

GERMANY SOCCER GERMAN CUP
Ein Mann mit grau meliertem Haar blickt nach oben.

SG Dynamo Dresden - SSV Jahn Regensburg
Ein Mann im Dynamo Dresden Polohemd massiert sich den Nacken.

SG Dynamo Dresden - SSV Jahn Regensburg

Startklar

Stöger fühlt sich mit Köln bereit für den Anpfiff in eine Saison, in der von ihm der Aufstieg erwartet wird. „Es gibt mehrere Favoriten, nicht nur uns.“ Zu den härtesten Konkurrenten zählt Stöger auch Foda-Klub Kaiserslautern, die Bundesliga-Absteiger Düsseldorf und Greuther Fürth, sowie 1860 München. In der Vorbereitung blieb sein Team ungeschlagen. „Das ist zwar schön, aber dennoch gibt es einiges zu verbessern.“

Aufgrund der prekären finanziellen Situation wurden bisher nur vier neue Spieler verpflichtet, Wunschkandidat Erwin Hoffer, der wieder Spieler von Napoli und ebendort überflüssig ist, wird wohl doch nicht nach Köln wechseln. „Zunächst schauen wir, wie unser System greift, erst dann werden wir entscheiden, ob wir noch wen benötigen oder nicht.“

Bescheiden

Peter Pacult und Dresden können vom Aufstieg nur träumen, die Ziele sind viel bescheidener als jene von Köln. Dresden, in der vergangenen Saison gerade noch dem Abstieg entronnen, möchte nun den nächsten Schritt setzen und sich „in ruhigeres Fahrwasser begeben. Ich hoffe, dass wir diesmal nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden.“

Köln sieht Pacult nicht als Top-Favorit in der zweithöchsten Liga. „Sie gehören zu einem Favoritenkreis. Letztes Jahr war Kaiserslautern auch Top-Favorit und hat es letztlich nicht geschafft.“ Während Stöger seinen Ex-Klub Austria abermals den Titel zutraut, schätzt Pacult die Situation bei Rapid als schwierig ein. „Ich wollte schon 2011 den Schnitt machen, jetzt ist er etwas radikaler erfolgt. Es ist fraglich, ob die Jungen schon so weit sind.“

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