Heiße Phase unter freiem Himmel

Das lang anhaltende Schönwetter führt zu Rekordbesuchen in den Open-Air-Kinos.
Ein Mann und ein Kind mit traditioneller Kleidung und Kopfschmuck lächeln sich an.

Die Open-Air-Sommerkinos zählen zu den beliebtesten Orten, um abends eine kühle Brise zu erhaschen. Dementsprechend hochtourig verläuft auch die Besucherauslastung. Zu einer sehr erfreulichen Bilanz kam etwa das „ Kino unter Sternen“ vor der Karlskirche, das am 20. Juli zu Ende ging. Wie die Festivalleiterin Judith Wieser-Huber bekannt gab, war das Open-Air-Kino auch heuer mit 19.000 Besucher an 23 Tagen bestens ausgelastet. Gegenüber dem Vorjahr mit 18.000 Besuchern konnte man sogar eine leichte Steigerung erzielen. Auch das Wetter – obwohl am Festivalbeginn Ende Juni etwas kälter – war insgesamt gnädig.

Die meisten Wiener Sommerkinos gehen Ende Juli mit ihrem Freiluftprogramm in die Halbzeit – und profitieren weiterhin vom anhaltenden Schönwetter. Das Filmfestival vor dem Wiener Rathaus (www.wien-event.at) beispielsweise lockte im Juli bereits mehr als 300.000 Besucher auf den Platz. Wie das Stadt Wien Marketing verlautete, war dies „der beste Juli, den wir bisher erzielt haben“. Was unter anderem auch daran lag, „dass wir noch nie so eine lange, schöne Wetterperiode hatten“.

Überblick

Das Wiener Rathaus dient als Kulisse für eine Open-Air-Filmvorführung.

Eine Menschenmenge schaut bei Dunkelheit einen Film auf einer großen Leinwand im Freien.

Drei ältere Personen, vermutlich am Set eines Films, in einer Besprechung vertieft.

"AMOUR" Michael HANEKE
Ein Open-Air-Kino mit Leinwand, Stühlen und dem Logo von „St. Balbach Art Produktion“.

Kino Am Dach. St. Balbach Art Produktion und der Hauptbücherei am Gürtel.
Jennifer Lawrence und Bradley Cooper in einer Szene aus dem Film „Silver Linings Playbook“.

Jennifer Lawrence
Eine große Menschenmenge schaut sich einen Film im Freien vor einem beleuchteten Gebäude an.

Kino unter Sternen
Das Filmplakat für „The Wolfman“ zeigt das Gesicht eines Werwolfs vor einem Vollmond.

Eine Menschenmenge vor dem Wiener Rathaus schaut auf eine Leinwand.

Eine Band spielt vor Publikum auf einer dunklen Bühne.

KONZERT: "DIE TOTEN HOSEN"
Viele Menschen sitzen an Tischen und schauen einen Film im Freien.

Kino im Schlosss
Die Arena Wien, ein Veranstaltungsort mit Graffiti und Plakaten an der Fassade.

ARENA
Das Filmplakat für „Searching for Sugar Man“ zeigt Rodriguez, der auf einer Straße entlanggeht.

Viele Menschen sitzen an Tischen in einem Biergarten unter Bäumen.

Kino wie noch nie…
Das Hotel InterContinental Wien mit einer Projektion während der Viennale.

VIENNALE-HOTEL WIRD ZUR FILMLEINWAND
Zuschauer sitzen vor einer Leinwand im Freien, auf der ein Schwarz-Weiß-Film gezeigt wird.

Ein großer Kinosaal: Beim Frameout-Festival können…
Ein Mann mit Sonnenbrille hält ein Panini-Album der WM 1974 und der WM 2006 in die Kamera.

PANINI TAUSCHBOERSE - JOGI NEUFELD
Eine Open-Air-Kinoveranstaltung von „espresso film“ in einem Innenhof mit Publikum und Tischen.

Zuschauer sitzen bei einer Open-Air-Filmvorführung im Dunkeln vor einer Leinwand.

Ein Autokino zeigt einen Film mit Johnny Depp auf einer großen Leinwand.

Eine Gruppe von Menschen fährt gemeinsam auf Fahrrädern durch die Stadt.

Zuschauer sitzen vor einer großen Leinwand bei einer Open-Air-Filmvorführung.

Zweite Halbzeit

Davon profitiert auch ein Klassiker unter den Sommerkinos, „Kino wie noch nie“ (www.kinowienochnie.at) vom Filmarchiv Austria. Zur Halbzeit zählte das Festival im Augarten knapp 10.000 Besucher – „ein Rekordkurs“, wie Filmarchiv-Austria-Chef Ernst Kieninger bestätigt. Nicht zuletzt wetterbedingt hätte man jetzt bereits so viele Besucher, wie manchmal Schlechtwetter-bedingt in einer ganzen Saison. Gespielt wird noch bis 18. August: Am Dienstag (21.30) etwa wird ein Glanzstück der Filmgeschichte, F. W. Murnaus Stummfilmklassiker „Tabu“ von 1931, gezeigt.

Auf einen heißen August darf auch das Arena Sommerkino (www.arena.co.at) hoffen, dessen Programm erst beginnt: Am Montag (5.8., 21.30 Uhr) startet man mit Paul-Julien Roberts famoser Doku „Meine keine Familie“, in der sich der Filmemacher an seine Kindheit in der Mühlkommune erinnert.

Wer es bei Hitze doch lieber kurz hat, besucht das Gartenpalais Schönborn in der Josefstadt und sieht sich bei „esspressofilm“ (www.esspressofilm.at) Kurzfilme an. Am Donnerstag (1.8., 21.30) etwa gibt es frühe Arbeiten von Ulrich Seidl zu sehen: „einsvierzig“ und „der ball“.

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