Worüber die Bürger abstimmen dürfen
In Sachen Umgestaltung der Mariahilfer Straße ist einmal mehr die Meinung der Bevölkerung gefragt. „Wir werden nicht Millionen an Steuergeldern in ein Projekt investieren, das nicht von einer breiten Basis der Bevölkerung getragen wird“, sagt Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) zu der für Herbst geplanten Bürgerbefragung. Nach den Plänen der Grünen soll in der Shoppingmeile eine Fußgänger- und verkehrsberuhigte Zone entstehen.
Offen ist noch, wie die Befragung im Detail aussehen soll. Geht es nach Vassilakou, sollen diesmal (anders als bei der Befragung zu den Querungen im Februar) alle Bewohner des 6. und 7. Bezirks mitstimmen dürfen. Sie dürfen aber nicht nur ihre Meinung über das Gesamtkonzept kundtun, sondern vor allem darüber, ob die Umgestaltung in den einzelnen Teilabschnitten funktioniert. Danach sollen entsprechende Nachjustierungen vorgenommen werden.
Testbetrieb
Basis für die Befragung ist ein Testbetrieb, der im Sommer durchgeführt wird. Eine kleine Probezone wird bereits vom 3. bis 5. Mai zwischen Andreas- und Kirchengasse eingerichtet, wo dann nur Fußgeher und Radfahrer unterwegs sein dürfen.
Doch was passiert, wenn die Bevölkerung der Umgestaltung im Ganzen eine Abfuhr erteilt? „Das ist eine philosophische Frage“, sagt Vassilakou. Sie glaubt nicht, dass sich nach dem Probebetrieb die Mehrheit wieder den ursprünglichen Zustand der Mariahilfer Straße wünscht.
Hinter den Kulissen muss auch noch der Koalitionspartner überzeugt werden. „Man soll abfragen, ob ein Gesamtkonzept umgesetzt werden soll oder nicht“, richtet SPÖ-Klubobmann Rudi Schicker Vassilakou aus. „Differenzierungsfragen sind ja schon im Vorfeld gestellt worden.“
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