Muren nach dem Starkregen

Schneeschmelze und heftige Niederschläge halten die Feuerwehren auf Trab.
Eine rot-weiße Schranke mit dem Schild „Hochwasser gesperrt!“ vor einer überfluteten Landschaft.

Intensiver Regen und Temperaturen, die auch noch den Schnee schmelzen lassen, hielten am Samstag in vielen Regionen Feuerwehren und Geologen in Atem. Sogar Häuser mussten zur Sicherheit evakuiert werden.

In Tirol gerieten vor allem in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel völlig durchnässte Hänge in Bewegung, Erdrutsche waren die Folge. In Niederndorferberg türmte sich Erde bis auf das Dach einer Tischlerei. „Für das beschädigte Gebäude besteht Betretungsverbot“, berichtet Landesgeologe Gunther Heißel. Zwei Wohnhäuser daneben bleiben bis Sonntagmorgen evakuiert. Spätestens dann soll sich die Wetterlage wieder entspannen.

Auch bei Hopfgarten mussten die Bewohner von zwei Häusern ihr Heim verlassen, nachdem ein Hangrutsch die Straße nach Wildschönau verschüttet hatte. „Die Feuerwehr hat die Rutschfläche abgedeckt, damit nicht noch weiter Regen eindringen kann“, sagt Geologe Thomas Figl. Bei Oberndorf kontrollierten Feuerwehrleute Messeinrichtungen in einem Hang, der ins Rutschen geraten war. Er bedroht die Zufahrt zu einem Hof, der vorerst aber nicht evakuiert werden musste.

Eine rot-weiße Schranke mit dem Schild „Hochwasser gesperrt!“ vor einer überfluteten Landschaft.

SALZBURG: STARKE REGENFÄLLE SORGEN FÜR ÜBERSCHWEMM
Überschwemmung in einem Wohngebiet mit überfluteten Gärten und Bäumen.

SALZBURG: STARKE REGENFÄLLE SORGEN FÜR ÜBERSCHWEMM
Eine durch umgestürzte Bäume blockierte Straße nach einem Erdrutsch.

SALBURG : BEWLDETER HANG RUTSCHT AUF BUNDESSTRASSE
Mehrere Feuerwehrfahrzeuge stehen nachts auf einer nassen Straße.

Bei Pumparbeiten im Ortsteil Tipschern (Gemeinde S…
Ein überfluteter Kellerraum mit Regalen, Skiern und einem Wasserboiler.

Bei Pumparbeiten im Ortsteil Tipschern (Gemeinde S…
Feuerwehrleute stehen nachts an einem Hang mit Erdrutsch.

Bei Pumparbeiten im Ortsteil Tipschern (Gemeinde S…
Feuerwehrleute pumpen Wasser mit Schläuchen und Pumpen ab.

STEIERMARK : ZAHLREICHE FEUERWEHREN NACH STARKEN R
Feuerwehrleute schaufeln Schlamm aus einem überfluteten Gebäude.

STEIERMARK : ZAHLREICHE FEUERWEHREN NACH STARKEN R
Hochwasser in einer Stadt mit historischen Gebäuden und einer Brücke.

Hochwasser Steyr, OÖ…
Ein gesperrter Ennskai aufgrund von Hochwasser in einer Stadt.

Hochwasser Steyr, OÖ…
Ein junges Mädchen springt in eine Pfütze.

Hochwasser Steyr, OÖ…
Arbeiter in orangefarbener Arbeitskleidung montieren Hochwasserschutz an einem Gebäude.

Hochwasser Schärding, OÖ…
Ein Traktor steht am Ufer eines überfluteten Flusses, während Arbeiter an einem Gebäude hantieren.

Hochwasser Schärding, OÖ…
Drei Personen stehen an einer überfluteten Straße und beobachten das Hochwasser.

OBERÖSTERREICH : ÜBERSCHWEMMUNGEN NACH STARKEN RE
Hochwasser überflutet ein ländliches Gebiet mit Wohnhäusern.

OBERÖSTERREICH : ÜBERSCHWEMMUNGEN NACH STARKEN RE
Eine überflutete Straße führt an Bauernhäusern vorbei.

OBERÖSTERREICH : ÜBERSCHWEMMUNGEN NACH STARKEN RE

Auch in der Obersteiermark führte der Regen zu Hochwasser, Überflutungen und Muren. Allein im Bezirk Liezen standen rund 500 Helfer von 32 Feuerwehren im Einsatz. Einer von ihnen wurde von einer Schlauchkupplung getroffen und erlitt Platzwunden im Gesicht.

Straßensperren

In Oberösterreich waren vor allem das Salzkammergut und das Innviertel von Überflutungen betroffen. Allein die Traun verzeichnete binnen zwölf Stunden einen Wasseranstieg von mehr als zwei Metern – und es regnete heftig weiter. Die Einsatzkräfte standen im Dauereinsatz. Die Enns stieg binnen kurzer Zeit stark an. In Steyr mussten am Vormittag Ennskai, Ortskai und der Untere Schiffweg gesperrt werden. Und auch der Inn drohte über die Ufer zu treten. In Schärding wurden Hochwasserwände aufgebaut. Oberhalb von 1500 Meter gab es dafür viel Neuschnee.

Im Großraum Mondsee wurde die B154 nach kleineren Felsstürzen gesperrt. Ähnlich brisant war es auf der L551 im Bezirk Kirchdorf.

Brisant auch die Lage in Teilen Salzburgs. Auf der Pleinfelder Landesstraße bei Koppl kam es zu einem Murenabgang. 300 m² Erde samt Bäumen stürzten auf die Fahrbahn. Die Straße bleibt die nächsten Tage gesperrt.

In NÖ wurde entlang der Donau der Hochwasserschutz aufgebaut. In Rossatz der Campingplatz geräumt, in Spitz die Durchgänge zum Treppelweg geschlossen.

Falls Sie Bilder vom Hochwasser gemacht haben, freuen wir uns über Zusendungen an newsroom@kurier.at.

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