Das müssen Sie über Maroni wissen

Einst das Brot des kleinen Mannes: Worauf Sie beim Kauf von Maroni achten müssen.
Nahaufnahme von gerösteten Maronen, die teilweise geschält sind.
Nahaufnahme von gerösteten Maronen, die teilweise geschält sind.

Wie erkennt man, ob eine Kastanie frisch ist? Alexander Hengl vom Wiener Marktamt hat drei Tipps: "1. Die Schale muss glatt sein und darf keine Fressspuren aufweisen. 2. Die Marone darf sich nicht eindrücken lassen und 3. sie darf nicht hohl klingen." Auch auf Schimmelbefall sollte man ein Auge haben.

Ein Mann verkauft auf der Straße geröstete Kastanien.

Name: Maroni stammen ursprünglich aus Kleinasien. Die Griechen gaben der Esskastanie den Namen nach der Stadt Kastana am Schwarzen Meer.

Eine Person hält eine angebrochene Marone zwischen den Fingern.

Mineralstoffe: Die Esskastanie besteht aus einem hohen Anteil an Linolsäure, die ein Bestandteil der Haut ist. Außerdem beinhalten Maroni wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium und Phosphor. Zudem sind die gerösteten Früchte eine kalorienarme Angelegenheit: 100 Gramm haben gerade einmal 210 kcal.

Gebratene Kastanien liegen vor einer geöffneten Papiertüte.

Maroni verderben schnell: Kastanien sind eine heikle Frucht. Bereits am Baum nagen Insekten an der stärke- und zuckerhaltigen Kastanie, durch das Wasserbad nach der Ernte neigen sie wiederum zu Schimmel.

Eine Hand mit fingerlosen Handschuhen greift in eine Schale voller Maronen.

Drei Sorten: Die gewöhnliche Esskastanie (Edelkastanie) ist größer und runder als Maroni. Sie hat eine flache Seite. Die Maroni ist herzförmig, hat eine dreieckige Unterseite und ist kleiner als die Edelkastanie. Dauermaronen zählen zwar auch zur Gruppe der Maroni, aber sie sind meist größer und länger haltbar.

Ein Straßenschild mit der Aufschrift „Heisse Maroni“ an einem regnerischen Tag.

Anbaugebiete: Es gibt nur wenige Anbaugebiete für die Edelkastanie: unter anderem das südliche Burgenland, die Steiermark, das Kärntner Lavanttal sowie die Wachau. Vor Jahrhunderten galten Maroni als "das Brot des kleinen Mannes", weil die getrockneten Esskastanien zu Mehl gemahlen und so unter anderem zur Brotherstellung verwendet wurden.

Ein Mann verkauft Maroni und Kartoffelpuffer an einem Stand in Wien.

Österreichweit: Die Zahl der Standler ist in den vergangenen Jahren auf etwa 800 gesunken (2005 waren es noch knapp 1000). Grund dafür ist, dass immer mehr Konsumenten Maroni lieber im Supermarkt kaufen und daheim im Backrohr braten. Dies lässt die Umsätze auf der Straße schrumpfen.

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