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freizeit Wohnen & Design
12/21/2019

Aufgedeckt: Der perfekte Weihnachtstisch

Am Weihnachtstisch herrscht Chaos: Raues Keramik neben Porzellan, jedes Set in einem anderen Blauton und Deko aus dem Wald.

von Julia Beirer

Es wird bunt am Weihnachtstisch. Tannengrün, Bordeauxrot und edles Gold feiern zwar auch heuer Hochkonjunktur im Dezember, allerdings zeigen aktuelle Trends wie es auch mit anderen Farben besinnlich weihnachtlich aussehen kann. „Jeder Sitzplatz ist bewusst anders gedeckt“, weiß Michael Vogelsinger, Verkäufer für Tischkultur bei Cuisinarum im ersten Wiener Bezirk.

Ein Blick auf seinen Weihnachtstisch zeigt: Platzsets aus Schurwolle in Mintgrün und Weinrot, darauf ein brauner Platz- und weißer Suppenteller aus Keramik. Der Gast gegenüber isst dagegen aus glänzend glasierten und petrolfarbenen Tellern.

Keramik und Porzellan bieten eine haptische und farbliche Abwechslung“, sagt Vogelsinger. Das Schöne am stilvollen „Mischmasch“: Der Tisch wird spielerisch gedeckt und „ist sehr individuell.“

Genauso wie die Farbtrends, die sich heuer zu Weihnachten in den Vordergrund drängen. „Türkis ist mittlerweile nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter eine sehr beliebte Farbe“, sagt Vogelsinger. Grau- und Schlammtöne sind zudem immer aktuell. Das spiegelt sich auch im Interieur wieder. „Grau ist eine gute Trägerfarbe und unterstützt beispielsweise Petrol. Auch Braun ist derzeit stark nachgefragt.“

Diese Töne passen auch gut zum Besteck, das sich immer seltener in klassischem Silber präsentiert. Stattdessen sind Kupferfarben, Champagnergold und zerkratzte Vintage-Stücke sehr beliebt – auch im hochwertigen Bereich.

Welche Gläser passen?

Neben Tellern und Besteck dürfen Wein- und Wassergläser sowie Karaffen nicht fehlen. Besonders gefragt: Universalgläser aus österreichischen Manufakturen, handgefertigt und mundgeblasen. „Bei einem weißen Service peppen bunte Wassergläser den Tisch auf“, erklärt der Experte. Glas sei zudem ein lebendiges Material, das dem Tisch Glanz verleiht. Vogelsinger: „Ein Glas am Tisch ist das Tüpfelchen auf dem i.“

Obwohl sich über Geschmack bekanntlich nicht streiten lässt, gibt es doch ein paar Regeln am Weihnachtstisch. „Der Teller ist das Passepartout der Speise.“ Er darf herausstechen, muss aber zur Umgebung passen und damit zu den Materialien der Sitzmöbel. Der Experte rät außerdem: „Ein bisschen mutiger sein und die Dinge nicht nur zu Weihnachten herausholen, sondern auch unter der Woche, wenn gutes Essen serviertwird – zu oft verstauben die schönen Service in der Vitrine.“

Für die Deko gilt, weniger ist mehr – auch und gerade zu Weihnachten. Vogelsinger: „Das Essen soll wirken. Das Porzellan soll wirken und Textil ist wichtig.“ Ein schönes Set aus Tischdecke und Stoffserviette macht viel her. „Leinentischtücher sind derzeit sehr beliebt, obwohl man sie nie richtig bügeln kann. Das ist dann der Edelknitter, wie man ihn auch in der Mode von Blazern kennt.“

Auch sehr gefragt: Baumwolle und Filz aus reiner Schurwolle. „Das Material ist stark gepresst und flüssigkeitsabweisend.“ Den Kunden ist wichtig, dass es waschbar und pflegeleicht ist, aber auch schön anzugreifen. „In Polyester fühlt man sich auch nicht so wohl, wie im Leinenshirt“, sagt er.

Ebenfalls ein Muss: echte Blumen und Kerzen. Beide dürfen nicht zu hoch sein, damit das Gegenüber noch zu sehen ist. Pflanzen sollen zudem nicht zu stark riechen – Lilien gehen beispielsweise nicht.

Der letzte Schliff kommt aus der Natur: Tannenzapfen und -äste passen gut zu schlichten und eleganten Tischen und „damit holt man vor allem auch den Duft des Waldes herein.“

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