"Vestibül": So schmeckt's im schönsten Lokal der Stadt
Kann sich ein Klassiker neu erfinden? Herbert Hacker über das neu aufgestellte "Vestibül".
Was hat es mit der Neuaufstellung auf sich?
Das Restaurant "Vestibül" im Burgtheater gibt es bereits seit 25 Jahren. Zum kürzlich gefeierten Jubiläum wurde das Lokal in einen "Schank"-Bereich und einen "Tafel"-Bereich aufgeteilt. Weiters wurden für die neue Phase des Lokals ganz neue Gerichte auf die Karte gesetzt – als Start für eine neue Ära.
Beschreibung
€€€
österreichische Küche
95 von 100
Wer steht in der Küche?
Betreiber des Lokals sind Veronika Doppler und ihr Mann Christian Domschitz, ein bekannter Küchenchef, der die Küche im Haus lange Jahre geprägt hat. Sein "Szegediner Hummerkrautfleisch" ist legendär und steht noch immer auf der Karte. Inzwischen wird die Küche allerdings von Küchenchef Christoph Schuch geleitet, der auch die neuen Kreationen entwickelt hat.
Welche Gerichte sind herausragend?
Generell arbeitet die Küche auf hohem Niveau. Das zeigt sich etwa beim gebackenen Kalbskopf, der wie eine Art gebackenes Ragout zubereitet wird. Eine gelungene Neuinterpretation. Die geschmacklich intensive Hummersuppe ist eine der besten der Stadt. Schnecken werden in einer sanften Bröselpanier gebacken, dazu passen die Rahmgurken perfekt. Die geröstete Leber vom Flusswels ist ein geniales Gericht mit Seltenheitswert und das "Vulkanlandschwein" mit Saubohnen, Mandeln und salzig eingelegten Dirndln zählt ebenfalls zu den Highlights. Großartig auch die "Wiener Alpen Bottarga" aus dem Rogen der Lachsforelle auf einer hausgemachten Pasta.
Vestibül
©Culinarius/APA-Fotoservice/Maria HollunderHat sich vom Ambiente her etwas verändert?
Nein, nicht wirklich. Vor allem im "Tafel"-Bereich kann sich auch nichts ändern, die ehemalige Kutscheneinfahrt des Kaisers steht unter Denkmalschutz. Insgesamt ist das "Vestibül" mit diesem historischen Ambiente wohl eines der schönsten Lokale der Stadt.
Bewertung
47 von 50
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9 von 10
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