"Heidingers": Das neu übernommene Gasthaus in Fünfhaus
Wo gibt es noch ein gebackenes Gulasch? Herbert Hacker über das neu übernommene Gasthaus "Heidingers".
Was hat es mit dem gebackenen Gulasch im „Heidingers“ auf sich?
Das Gasthaus "Heidingers" wurde bis Ende 2025 von Susanne und Robert Heidinger geführt. Der Wirt stand selbst in der Küche und würdigte jahrelang ein uraltes Gericht der Wiener Küche: das gebackene Gulasch. Eine Rarität, für die das Gasthaus eine gewisse Berühmtheit erlangte. Seit Februar gibt es neue Pächter: Ingobert und Barbara Könczöl aus Tirol. Das gebackene Gulasch gibt es immer noch. Und es ist immer noch köstlich.
Das gebackene Gulasch im Gasthaus "Heidingers"
©Sebastian KranerBeschreibung
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österreichische Küche
89 von 100
Wie wird das gebackene Gulasch gemacht?
Das Gericht braucht vor allem Geduld. Das Gulasch wird zuerst – wie jedes Gulasch – stundenlang gekocht, bis es weich ist. Danach wird es weitergekocht, bis es zerfällt. Erst dann werden aus dem Fleisch kleine Stücke geformt und in Mehl, Ei und Brösel paniert. Wer es erfunden hat ist unklar, dass es in Wien entstanden ist, erscheint hingegen nachvollziehbar. Denn nirgendwo sonst auf der Welt gibt es eine derartige Vorliebe für alles Gebackene.
Wie ist die Küche jetzt?
Übernommene Gerichte wie das gebackene Gulasch oder Alt-Wiener Backfleisch kommen in tadelloser Qualität. Neu ist eine Kaspressknödelsuppe, eine köstliche, gebeizte Bergforelle und einige Tiroler Gerichte wie etwa die leicht rustikale Zillertaler-Ofenleber, die in faschierter Form mit Erdäpfelpüree serviert wird. Eine riesige Portion übrigens.
Das Gasthaus "Heidingers"
©Heidingers GasthausWas hat sich optisch verändert?
Zum Glück gar nichts und das ist gut so. Hier hat sich auch vorher über Jahrzehnte hinweg wenig verändert. Ein echtes Juwel der Wiener Beisl-Geschichte. Mit wunderbarer Holz-Vertäfelung, die nie erneuert wurde. Könnte eine Filmkulisse sein.
Bewertung
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Kontakt
Selzergasse 38, 1150 Wien
Di-Sa: 17.30- 22.30