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freizeit Mode & Beauty
08/20/2020

Nach Shampoo-Verzicht folgt der nächste Trend für Traumhaare

Der Komplettverzicht auf Stylingprodukte wird immer beliebter. Was es wirklich für eine gesunde Mähne braucht.

von Maria Zelenko

Es ist ein buntes Potpourri an Produkten, das viele Frauen für die Aufrechterhaltung ihrer Haarpracht benötigen – oder es zumindest glauben. Zusätzlich zu Shampoos, Conditionern und Masken kommen Produkte wie Glanz-Sprays, Volumen-Schaum oder Haaröle in die Längen.

Auch die US-Amerikanerin Jade Kendle-Godbolt hatte über die Jahre hinweg zahlreiche Fläschchen angesammelt, deren Inhalte ihre Naturkrause unter Kontrolle halten und Glanz verleihen sollten. Stattdessen wurden die Haare der Influencerin, die auf Instagram fast 300.000 Follower hat, immer kraftloser. Noch mehr Produkte ausprobieren? Kam für sie nicht länger infrage. "Ich wusste nicht mehr, welches Produkt was bewirkt, weil ich immer irgendwas benutzt habe", schrieb Kendle-Godbolt in ihrem ersten Posting zu diesem Thema.

Sie entschloss sich, nach dem Waschen gar nichts mehr aufzutragen, um so zu evaluieren, was ihre Haare wirklich brauchen – und taufte ihr Experiment "Naked Hair". Dem Aufruf, es ihr gleichzutun, sind mittlerweile Tausende andere Social-Media-Nutzer gefolgt.

Schlappe Strähnen

Ist eine Pause von Stylingprodukten der Schlüssel zu schönerem Haar? "Als Kur macht so etwas auf jeden Fall Sinn", sagt Friseur Patrick Ruckendorfer im KURIER-Gespräch. "Es kommt jedoch auf die Haarbeschaffenheit an. Naturbelassenes Haar kommt auch sehr gut ohne Stylingprodukte aus. Gefärbtes Haar ist anspruchsvoller."

Wichtig sei deshalb beim "Naked Hair"-Trend, dass Shampoo und Conditioner bereits ausreichend Feuchtigkeit unter der Dusche spenden – und dadurch weitere Produkte vor und nach dem Föhnen ausgelassen werden können.

Dass die Haare trotz oftmals teurer Stylingprodukte nicht unbedingt besser oder gar schlechter aussehen, liege laut dem Experten an der Tatsache, dass viele Firmen nach wie vor Silikone und Alkohol in ihre Formulierungen packen. Erstere lassen das Haar zwar geschmeidig wirken, lagern sich auf Dauer jedoch ab und können so zu schlappen Strähnen führen. Alkohol sei in Hitzeschutz-Produkten als Vorbereitung für das Styling mit Glätteisen und Lockenstab häufig zu finden.

Ruckendorfer: "Es ist zwar wichtig, dass die Haare geschützt werden, nur leider trocknen sie durch den Alkohol auch aus." Selbst Naturprodukte sind nicht immer zielführend: "Kokosnussöl legt sich wie eine Schicht auf das Haar und führt meist nur dazu, dass dieses verklebt", erklärt der Wiener Hairstylist.

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Kleinstmengen

Influencerin Jade Kendle-Godbolt schwört, dass ihre Haare durch den Verzicht auf Stylingprodukte gesünder wurden. Neu ist ihr Konzept jedoch nicht. Vor einigen Jahren boomte das Haarewaschen ohne Shampoo. Nur Wasser und Roggenmehl durften an den Kopf. "Das hat aber keine meiner Kundinnen auf Dauer durchgehalten", verrät Ruckendorfer.

Drei bis vier Wochen Verzicht empfiehlt der Friseur, um die Haare von Rückständen zu befreien: "Wer diese Phase überstanden hat, wird auch künftig weniger Stylingprodukte benötigen." Ganz verzichten muss man auf diese jedoch nicht. "Stattdessen bewusst wenig anwenden. Für schönes Haar braucht es nur Kleinigkeiten."

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