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freizeit Mode & Beauty
02/08/2021

Großbritannien: Influencern, die Filter verwenden, geht es an den Kragen

Auf Instagram werden täglich unzählige Beautyprodukte von Influencern beworben - meist unter Einsatz von Filtern.

Seitdem Instagram im Jahr 2019 seine App um verschiedenste Filter-Funktionen ausgeweitet hat, gehören sie für viele Nutzer zum Alltag. Bevor ein Foto hochgeladen wird, wird noch ein Filter über den Schnappschuss gelegt, um die Haut ebenmäßiger erscheinen zu lassen.

Wenig überraschend werden diese Filter auch von jenen verwendet, die mit der App ihr Geld verdienen. Influencer werben für unzählige Beautyprodukte, indem sie einen scheinbar ganz genauen Blick auf ihre dank dem Werbepartner nun makellose Haut gewähren. Doch aufgrund der Filterfunktion werden Effekte propagiert, die so gar nicht möglich sind.

Haut, so wie sie ist

Dieser Praxis schiebt die britische Werbeaufsicht Advertising Standards Authority (ASA) nun einen Riegel vor. Werden Seren und Cremen künftig von Promis oder Influencern beworben, dürfen keine Filter zum Einsatz kommen, die den optischen Eindruck eines nicht erreichbaren Effekts vermitteln. Diese Regelung gelte auch im Falle von Stories (Anm.: kurzen Videos auf Instagram), wo der Name des verwendeten Filters stets zu sehen ist.

Wird diese Regel nicht eingehalten, kann die ASA sowohl an Marken als auch Influencer Verwarnungen aussprechen - und die Werbung offline nehmen lassen.

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Anstoß für die Änderung gab die Kampagne einer Visagistin. Unter dem Hashtag #filterdrop machte Sasha Louise Pallari darauf aufmerksam, wie groß die Täuschung bei Einsatz von Filtern sein kann. Vor sechs Monaten habe sie mit der ASA über diese Problematik gesprochen, postete sie nun auf Instagram. "Heute sind diese Regeln eingeführt worden und das aufgrund dieser Kampagne." Sie spreche aus eigener Erfahrung: "Ich habe meine Fotos früher selbst drastisch bearbeitet. Ich habe Filter verwendet und jede Minute meines Tages damit verbracht, mir zu wünschen, wie jemand anderer auszusehen."

Diese neue Verordnung gebe nun allen die Chance, möglichst reale Haut zu sehen, wenn ein Beautyprodukt beworben wird. "Wir haben es geschafft. Ich bin so stolz."

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