Pete Hegseth und Jennifer Rauchet verlassen das Correspondents Dinner

Frau des US-Kriegsministers erntet Kritik für Kleider von Shein

Es reicht ein Kleid, um eine politische Debatte auszulösen. Darf Jennifer Rauchet Billig-Outfits aus China tragen und gleichzeitig für mehr heimische Produktion werben?

Nach den Schlagzeilen um den vereitelten Anschlag auf dem White House Correspondents' Dinner gibt es auch scheinbar harmloseren Gesprächsstoff über das geplatzte Abendessen.

Jennifer Rauchet macht Furore mit ihrem rosafarbenen Kleid, das sie zu dem Anlass trug. Sie ist Frau des Innenministers Pete Hegseht, der sich gerne als "Kriegsminister" bezeichnet. Was auf den ersten Blick wie ein klassischer Auftritt von Rauchet auf dem Dinner aussah, entpuppt sich online nun als höchst diskussionswürdig. Ihr Kleid soll von Shein stammen und 42 Dollar kosten.

Nicht nach dem „America First“-Prinzip

Die Seite Diet Prada griff den Look auf und fragt sich, warum trägt eine Frau aus dem engsten Umfeld von Donald Trump bei offiziellen Anlässen offenbar günstige, in China produzierte Kleider ausführt, während gleichzeitig „America First“ propagiert wird.

Nicht nur ihr rosa Dress mit Satinschleife, auch viele andere Kleider von Rauchet sollen vom Ultra-Billiganbieter Shein kommen, wie Diet Prada in Vergleichsbildern nahelegt. 

Gerade in dem "MAGA"-Umfeld, das heimische Produktion und wirtschaftlichen Nationalismus betont, wird die Herkunft von Kleidung also politisch. 

US-POLITICS-DEFENSE-HEGSETH

Angeblich ein Kleid von Shein um 29 Dollar

©APA/AFP/ROBERTO SCHMIDT
US-POLITICS-TRUMP

Beim Korrespondenten-Dinner

©APA/AFP/ALEX WROBLEWSKI

Heimliche Beraterin?

Rauchet steht abseits ihrer angeblichen Billig-Garderobe aus China auch in der Kritik, weil sie bei politischen Verhandlungen, wie etwa mit Gesprächen mit Großbritanniens Regierung, mithörte. Sie wird als Pete Hegseths heimliche Beraterin bezeichnet und erhielt zudem Updates über Kriegsplanungen via eines Signal-Chats, der 2025 publik wurde. 

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