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03/18/2021

Fünf Tipps für einen Frühjahrsputz ganz ohne Chemie

2,5 Liter Putzmittel verbraucht ein Österreicher im Jahr. Einige können der Gesunheit schaden.

Tenside am Esstisch und in der Bettwäsche, Säuren am Waschbecken: Chemie-Keulen beim Putzen müssen nicht sein. Viele der chemischen Inhaltsstoffe von Reinigern verdampfen während des Putzens und halten sich über mehrere Stunden in der Raumluft, werden dann vom Menschen eingeatmet und können sogar ernste, gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Peter Skala, Initiator der unabhängigen Plattform MeineRaumluft.at, zeigt fünf natürliche Putzwunder auf, um den Frühjahrsputz gesünder zu gestalten.

20.000 Tonnen pro Jahr

Rund 60.000 Reinigungsmittel sind nach Angaben der EU-Kommission am Markt. In Österreich werden Schätzungen zufolge etwa 20.000 Tonnen Reinigungsmittel pro Jahr verbraucht, im Durschnitt 2,5 Liter pro Einwohner. Grund genug, einmal umzudenken: Im Handel findet man ein großes Angebot an natürlichen Reinigern, auch heimische Unternehmen sind stark vertreten. Orientierung schaffen etwa Gütesiegel wie der „Blaue Engel“. „Es gibt tatsächlich wenig Grund, weiterhin mit Chemie im privaten Haushalt, Home Office und Büro zu putzen. Natürliche Putzmittel reinigen genauso gut wie chemische, das ist in der Praxis aber auch wissenschaftlich erwiesen“, so Peter Skala, Initiator der Plattform. Natürliche Reiniger kann man auch mit Hausmitteln herstellen.  

Mit unsauberen Mitteln

Allergien, Atemnot und Hautprobleme können die Folge von aggressiven Putzmitteln sein. Inhaltsstoffe wie Tenside, Lösemittel, Farbstoffe sowie Duft- und Bleichmittel sind nur ein kleiner Auszug aus dem Inhaltsnachweis. Die Spitzenreiter unter den chemischen Saubermachern sind die „Kraftreiniger“ gegen Kalk und hartnäckigen Schmutz wie Eingebranntes: „Derartige Mittel können so aggressiv sein, dass sie neben den zu reinigenden Oberflächen auch die Gesundheit angreifen“, warnt Skala. 

Schlankmacher „Frühjahrsputz“

Einmal im Jahr alles sauber zu machen, hat seinen Reiz – erfordert aber auch Körpereinsatz. Kein Wunder, dass das Putzen daher ein wahrer Schlankmacher ist. Geht man nach der Deutschen Verbraucher Initiative, verbrennt ein Mensch mit 70 Kilogramm Körpergewicht beim Fensterputzen in 15 Minuten bereits 83 Kilokalorien. Beim Staubwischen schafft man in einer Viertelstunde bis zu 37 Kilokalorien, beim Wischen des Fußbodens etwa 60 Kilokalorien und beim Schrubben der Badfliesen 74 Kilokalorien. Wer von natürlichen Reinigern auf selbstgemachte zurückgreift, braucht die ein oder andere Anstrengung mehr – wird aber beim nächsten Blick auf die Waage wahre Freudensprünge machen. 

Fünf selbst gemachte Putzmittel

  1. Scheuermilch: 1 handelsübliche Packung Natron, ein Esslöffel Zitronensäure, ein Teelöffel Speisestärke
  2. Fenster- und Fliesenreiniger: Essig und Wasser im Verhältnis 1:1
  3. Spülmittel: etwas Kernseife raspeln, in heißem Wasser auflösen und 1 EL Natron zufügen
  4. Topf- und Geschirrreiniger: 1 Esslöffel Zitronensäure mit 200ml warmem Wasser mischen
  5. Badreiniger: 50 Gramm Zitronensäure auf 200 Milliliter warmes Wasser, 1 Spritzer Spülmittel

 

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