Suffering a winter cold

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Freizeit
12/15/2020

Warum rinnt bei Kälte die Nase, auch wenn man nicht verkühlt ist?

Wenn's läuft, dann läuft's, wissen Sportler und Spieler. Den Lauf in der Nase aber mag keiner.

von Bernhard Praschl

Wenn’s läuft, dann läuft’s, wissen Sportler und Spieler aus Erfahrung. Denn hat man einmal einen guten Lauf, hält sich der oft genug selbst auf Trab. Im Winter aber gesellen sich zu diesem Chor auch jene, die über eine rinnende oder laufende Nase klagen, auch wenn sie über keinerlei gesundheitliche Probleme jammern.

Man kennt das aus eigener Erfahrung: Es genügen niedrige Temperaturen sowie eine steife Brise und schon beginnt die Nase zu tropfen wie bei einer  Erkältung.

Dieser Tage ist dieser Zustand keine gute Gelegenheit, sich beliebt zu machen. Weder, wenn man an der Busstation wartet noch wenn man sich  rasch die Nase putzt, bevor man etwa einen Supermarkt  betritt. Wie aber kommt es zu dieser Attacke in kalter Atmosphäre? Und muss sie Sorgen bereiten?

Wie beruhigend, aus medizinischer Sicht stellt eine rinnende Nase erst einmal ein harmloses Phänomen dar. So das Ergebnis umfassender Recherche bei Dr. Google (man will ja wegen so einer Frage derzeit nicht den laufenden Ordinationsbetrieb stören). Harmlos, wenn auch keinesfalls vernachlässigbar. Und – Überraschung! – möglicherweise ist ein Klimatechniker mit diesem Phänomen eher vertraut als ein, sagen wir, Orthopäde.

Das System Nase

Das System Nase funktioniert nämlich ähnlich wie eine Thermostat-Heizung: Sie muss Luft filtern, befeuchten und bei Kälte auch anwärmen. Bei kalter Luft melden die Temperaturfühler in der Nase dem Gehirn eine Untertemperatur. In der Folge strömt warmes Blut in die Nasenmuscheln, die das Innere der Nase wie Heizungsrippen ausfüllen. Zugleich erhöht sich die Sekretproduktion in der Nase. Die Flüssigkeit, die gebildet wird, um die Schleimhäute feucht zu halten, fließt üblicherweise nach hinten ab. Nur nicht bei Kälte und zugeschwollener Nase. Dann rinnt es unweigerlich nach vorne. Und wir suchen heftig nach einem Taschentuch.

Darüber hinaus gibt es Menschen, denen beim Verzehr heißer sowie scharf gewürzter Speisen unweigerlich die Nase läuft. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer gustatorischen Rhinitis. Das schaut dann ähnlich aus, klingt aber auch nicht sehr appetitlich.

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