Thomas Grochar: Die finale Medaillen-Jagd
Es war ein eher durchwachsener Winter für Thomas Grochar. Trotzdem geht der 32-jährige Kärntner optimistisch in die Bewerbe in Cortina: „Das Ziel ist eine Medaille, keine Diskussion.“ Für Grochar werden es seine bereits vierten, aber auch letzten paralympischen Winterspiele sein. Er will sie „erstens genießen und zweitens sportlich erfolgreich sein.“ Bei den bisherigen Teilnahmen blieb der Medaillen-Traum unerfüllt, beim Abschied von der ganz großen Bühne soll es jetzt klappen. „Ich weiß, dass ich brutal schnell Ski fahren kann“, ist Grochar überzeugt.
Begleiterscheinungen
Grochar, dem von Geburt an der linke Oberschenkelknochen und das Wadenbein fehlen, war lange auch als Sitzfußballer aktiv. Teamplayer ist er bis heute geblieben. „Meine Aufgabe ist, dass ich abliefere und die Ideen meines Teams umsetzen kann.“ Da ist es dann auch egal, welcher Bewerb das ist. „Man sollte die Vereinsmeisterschaften genauso angehen wie die Paralympics“, sagt der Routinier, der sich auch selbst nicht zu wichtig nimmt: „Ich bin nicht der Typ, der am liebsten Interviews gibt oder die ganze Zeit vor der Kamera steht – ich mache gerne Sport, der Rest ist eine Begleiterscheinung.“ Also auf zur letzten Medaillen-Jagd.SB
PARA-SKI ALPIN
Disziplin: Abfahrt, Alpine Kombination, Riesentorlauf, Slalom, Super-G
Sportklasse: Standing / LW2
Geboren: 23. 11. 1993
Behinderung: Fehlbildung linkes Bein
1. Paralympics Teilnahme: SOCHI 2014
Sportliche Erfolge:
- Paralympics: 5. Platz SOCHI 2014 (Slalom)
- Weltmeisterschaften: Gold La Molina (ESP) 2013 (Team-Bewerb), Silber Tarvis (ITA) 2017 (Slalom)
- Weltcup: Gold 2016/’17 (Slalom) und Bronze 2016/’17(Gesamt)