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„Ab ins Gemüse" – Robert Palfrader startet mit Gurken in seine neue Serie

Schauspieler, Kabarettist, Autor und Hobby-Gemüsegärtner Robert Palfrader ist rastlos in den besten Gemüseregionen Österreichs unterwegs um mehr über die Kultivierung der gesunden Früchte zu erfahren und berichtet alle 14 Tage von seinen Streifzügen.
Drei Personen in Gewächshaus halten Kisten mit Gurken, zwei tragen grüne Shirts mit Aufdruck.

Gurken aus Simmering

Ich bin in einer Wohnung aufgewachsen, ohne Garten. Aber mit einem Balkon. Und Teil dieses Balkons war eine Wanne, circa drei, vielleicht vier Meter lang und fünfzig Zentimeter breit. In dieser Wanne hat meine Mutter keine Blumen, sondern Karotten für mich und meinen Bruder angepflanzt. Jedes Jahr. Ich habe es geliebt die Karotten aus der Erde zu ziehen, sie gleich zu essen, auch wenn ich ein wenig Erde zwischen die Zähne bekommen habe. Diese schöne Erinnerung an meine Kindheit war die Motivation, das auch für meine Kinder zu machen.

Also hab ich ein Hochbeet gebaut und Karotten gepflanzt. Aber nicht nur. Gurken sind ebenfalls ein Fixstarter, allerdings mit wechselndem Erfolg. Deshalb war ich gespannt auf den Besuch bei der Familie Ableidinger und ihrem auf Gurken spezialisierten Betrieb in Simmering, im 11. Wiener Gemeindebezirk, war neugierig, was ich über den Anbau von Gurken lernen würde dürfen. Denn sowohl Monika, als auch Andreas Ableidinger stammen aus Gärtner-Familien, beide bereits in der vierten Generation!

Und: Sie haben sich auf den Anbau von Mini- bzw. Salatgurken spezialisiert. Da gibts einen Unterschied, wie man mich vor Ort gelehrt hat. Die Minigurken werden übrigens täglich geerntet, fad wird den Ableidingers also nicht. Bereits in Kalenderwoche drei werden die Gurken ausgepflanzt, die erste Ernte beginnt Mitte Februar! Also selbst im Winter haben die Ableidingers alle Hände voll zu tun. Ich werde jedenfalls versuchen, was ich gelernt habe, umzusetzen und freu mich auf meine Ernte.

Ein Mann hält eine Kiste mit Gurken vor einer grünen Pflanze.

Der Klassiker: Die Wiener Salatgurke.

Zwei Personen in grünen Shirts unterhalten sich mit einem Mann, eine Frau hält einen Karton mit Salatgurken in der Hand.

Robert Palfrader wills von den Ableidingers ganz genau wissen.

Logos der Europäischen Union und der Initiative „Wir leben Land“ zur Förderung der Agrarpolitik Österreichs.

Ab ins Gemüse: Gurken in Simmering

Woher kommen die Gurken in Simmering?

Bereits in vierter Generation kultivieren Monika und Andreas Ableidinger mit viel Leidenschaft in ihrem Familienbetrieb Gurken. Nachhaltiger Anbau am Stadtrand von Wien garantiert beste Qualität und kurze Transportwege.

Seit seinem 15. Lebensjahr ist Andreas Ableidinger, so wie auch seine Frau Monika, mit Leib und Seele Gärtner. Das steckt den beiden auch im Blut, denn bereits ihre Eltern, Großeltern und Urgroßeltern waren Gärtner. Den elterlichen Familienbetrieb von Andreas hat sein Bruder übernommen und Andreas hat in die Gärtnerei seiner Frau Monika „eingeheiratet“. Kultiviert werden heute ausschließlich Gurken, auf die sich Familie Ableidinger spezialisiert hat. Gemeinsam pflegen sie mit 15 Mitarbeitern (Mitte Jänner bis Ende November) mehr als 55.000 Gurkenpflanzen auf 3,3 Hektar Gewächshaus.

Als sehr schnellwüchsige Kultur benötigt es viel Erfahrung und Wissen. Bei ihrer täglichen Arbeit kommt der Pflege der Pflanzen eine wichtige Rolle zu, denn für eine knackige und schmackhafte Wiener Gurke sind gute Wachstumsbedingungen notwendig. Die Pflanze benötigt genügend Licht und Luft – Blätter müssen regelmäßig entfernt werden – und angenehmes Klima – das richtige Maß an Feuchtigkeit ist entscheidend. 

Geerntet wird je nach Witterung von Ende Feber bis Anfang November von Hand. Die Wärme in den kälteren Monaten kommt von einer Hackschnitzelanlage. Bewässert wird ressourcensparend mit Tröpfchenbewässerung. Pflanzenschutz erfolgt durch den Einsatz von Nützlingen. Kurze Transportwege: das Gurken-Gewächshaus in Simmering ist von der Zentrale der Erzeugergemeinschaft „LGV Gärtnergemüse“ nur einen Kilometer entfernt, wo die Gurken gewaschen und verpackt werden und bereits einen Tag später im Gemüseregal der Lebensmittelmärkte den Konsumenten knack-frisch zur Verfügung stehen.

Tradition und Regionalität

Fast 60 Prozent der heimischen Gurken kommen aus Wien-Simmering. Zahlreiche der dort ansässigen Familienbetriebe sind seit mehreren Generationen auf schmackhaftes Gemüse spezialisiert – Die einzelnen Gärtnereien liegt nur ein bis drei Kilometer von der Erzeugergemeinschaft entfernt. Vormittags wird geerntet und an die Zentrale geliefert, bereits am nächsten Tag hat der Konsument das Gemüse erntefrisch auf seinem Teller. Nachmittags steht die Pflege der Pflanzen an, das benötigt viel Wissen und Erfahrung.

Zwei Personen halten Kisten mit Gurken in einem Gewächshaus voller Gurkenpflanzen.

Familienbetrieb mit Tradition: Monika und Andreas Ableidinger pflegen in Simmering über 55.000 Gurkenpflanzen – nachhaltig, regional und mit Leidenschaft seit vier Generationen.

Behind The Scenes

Klicken Sie sich durch die Bilder des „Making Of“ von Folge 1.

Menschen in einem Gewächshaus mit Gurkenkisten, ein Kamerateam filmt die Szene.

Drei Personen in einem Gewächshaus, eine trägt eine grüne Schachtel mit Gurken.

Zwei Personen im Gewächshaus, eine hält eine Kiste mit Gurken und trägt ein „Gärtner Gemüse“-Shirt.

Mehrere grüne Kisten mit frisch geernteten Gurken der Marke Gärtner Gemüse LGV.

Zwei Personen stehen in einem Gewächshaus, eine Frau hält eine Gurke und eine Gemüsekiste.

Drei Personen in einem Gewächshaus stehen zwischen Gurkenpflanzen, zwei tragen grüne T-Shirts mit Aufdruck, eine hält eine Schachtel mit Gurken.

Mehrere Minigurken hängen an einer Pflanze im Gewächshaus, umgeben von grünen Blättern und Blüten.

Drei Personen in einem Gewächshaus, eine hält eine Pflanze und spricht mit den anderen beiden.

Drei lachende Personen in einem Gewächshaus mit Gurken und Gemüsekisten.

Verschiedene frische Tomaten, Gurken, Zucchini und Spinatblätter liegen nebeneinander auf einer hellen Oberfläche.