Kommentar von Dr. Ivan Milenkovic zur Krankheit Friedreich Ataxie

Früherkennung zählt: Dr. Ivan Milenkovic über die seltene Erbkrankheit Friedreich Ataxie.
Dr. Ivan Milenkovic vor einem grauen Hintergrund.

Wer immer öfter stolpert oder das Gleichgewicht verliert, denkt kaum an eine seltene Krankheit. Doch genau so kann sich Friedreich Ataxie bemerkbar machen – eine genetisch bedingte, neurologische Multisystemerkrankung, die vor allem die Bewegungskoordination  betrifft. Die klassische Form  beginnt meist im Kindes- oder Jugendalter, doch auch spätere Verläufe sind bekannt.

Typische Symptome sind Gang- und Gleichgewichtsstörungen, Sprachprobleme sowie Herzrhythmusstörungen und zunehmende Muskelschwäche. Ursache ist ein Defekt im Frataxin-Gen, der vererbt wird, wenn beide Eltern Träger der genetischen Veränderung sind. Heilbar ist Friedreich Ataxie nicht, doch gezielte Therapien wie Physio- oder Ergotherapie und Logopädie können den Verlauf positiv beeinflussen und die Lebensqualität verbessern. Wie stark die Krankheit fortschreitet, ist individuell und hängt von der genetischen Ausprägung ab. Eine frühzeitige Diagnose in spezialisierten Zentren und die Vernetzung über Selbsthilfegruppen sind entscheidend, um Betroffene zu unterstützen.

Weitere Informationen finden Sie unter friedreich-ataxie.at

Eine leuchtende Figur hebt sich aus einer Gruppe dunkler Figuren hervor und symbolisiert den Fokus auf Friedreich-Ataxie und persönliche Geschichten zu dieser seltenen Erkrankung.