Von Betriebsausfällen bis zu Haftungsansprüchen
Brände, Wasserschäden, Extremwetter, Cyberangriffe oder ein Betriebsstillstand – die Risiken für Unternehmen sind vielfältig und komplex. Umso wichtiger ist eine durchdachte Absicherung, die Schäden abfedert sowie die Stabilität und Standortsicherheit eines Unternehmens gewährleistet.
Kleine Fehler, große Folgen
René Brandstötter, CSO Allianz Österreich, gibt zu bedenken: „Ein Brand, ein Wasserschaden, ein Einbruch: Solche Ereignisse können den Betrieb lahmlegen. Viele kleine und mittlere Unternehmen unterschätzen dabei vor allem die indirekten Folgen von Schäden – also nicht den Schaden selbst, sondern die Zeit, in der der Betrieb stillsteht. Schadenersatzansprüche von Dritten können zudem sehr rasch existenzbedrohend sein.“ Ein kleiner Fehler, so der Experte, kann große Folgen haben, wenn Personen- oder Sachschäden durch die betriebliche Tätigkeit entstehen. Er verweist auf den „UnternehmensSchutz“: Bei der Sachversicherung werden Schäden durch Feuer, Sturm, Einbruchdiebstahl und Leitungswasser gedeckt – wobei moderne Anlagen wie Solar-, Klima-, Sprinkler- und Photovoltaikanlagen sowie E-Ladestationen inklusive Wallbox und Zubehör mitversichert werden können. Indirekte Blitzschäden, so Brandstötter, deckt die Allianz nicht nur an Gebäuden, Betriebseinrichtung und Waren ab – auch grobe Fahrlässigkeit ist bis zu zwölf Mio. Euro abgesichert. „Die Betriebshaftpflichtversicherung schützt bei gerechtfertigten und ungerechtfertigten Schadenersatzansprüchen von Dritten. Die Betriebsunterbrechungsversicherung leistet bei teilweisem oder gänzlichem Betriebsstillstand nach einem Sachschaden.“
„Unternehmen stehen heutzutage vor einer Vielzahl vernetzter Risiken.“
„Entscheidend ist ein individuell passender Schutz, der die Existenz absichert.“
Finanzielle Schäden abfedern
Neben dem Sachschaden ist auch oft die daraus resultierende Betriebsunterbrechung, die zu Umsatz- und Ertragsausfällen führt, existenzbedrohend, gibt Christoph Zauner, Leiter Retail und Corporate, Generali Versicherung AG, zu bedenken.
Die Generali empfiehlt eine Grundabsicherung, die Haftpflicht, Feuer, Sturm und die Unterbrechung des Betriebes abdeckt. Auch Risiken wie Cyberangriffe und Berufsunfähigkeit sowie Rechtsschutz, je nach Bedrohungsszenario, sind abdeckbar. „Je nach Branche kann diese Basisabsicherung durch weitere Module ergänzt werden, etwa eine Unfallversicherung für Mitarbeitende. Entscheidend ist ein individuell passender Schutz, der die Existenz und die finanziellen Schäden des Unternehmens absichert und eine rasche Wiederaufnahme des Betriebs ermöglicht“, sagt Zauner.
Außerdem bietet das Versicherungsunternehmen modulare Cyberdeckungen, die primär auf IT-Risikochecks, Risikoprävention und umfassende Assistance-Leistungen setzt. Sollte trotzdem ein Schaden passieren, bietet das Unternehmen eine umfassende Versicherungslösung. „Cyberangriffe und IT-Ausfälle“, sagt Zauner, „zählen mittlerweile zu den zentralen Risikofaktoren für österreichische Unternehmen. KMU sind aufgrund begrenzter IT-Ressourcen häufig Ziel solcher Angriffe. Ein Beispiel ist ein Ransomware-Angriff, der Server, Produktionsanlagen oder Kassensysteme lahmlegt und Auswirkungen auf Produktion, Lieferfähigkeit und Umsatz hat.“
Risiken priorisieren René Brandstötter von der Allianz rät dazu, zuerst die existenzbedrohenden Risiken abzusichern, danach gezielt Zusatzbausteine wählen, die zum Geschäftsmodell passen: „Transparente und modular aufgebaute Deckungen helfen dabei, nur das zu versichern, was tatsächlich gebraucht wird.“
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