Düstere Prognose: Was Österreichs Firmen jetzt massiv belastet
Deloitte CFO Survey.
Im Rahmen des Deloitte CFO Survey erhebt das Beratungsunternehmen Deloitte halbjährlich die Gemütslage unter Österreichs Finanzvorständen. Die aktuelle Befragung der 100 Top-CFOs des Landes vom April 2026 zeigt: Die geopolitischen Entwicklungen hinterlassen deutliche Spuren in den Unternehmen. Vor allem die hohen Energiekosten sind eine Belastung. Acht von zehn Befragten berichten in diesem Zusammenhang von spürbar negativen Auswirkungen auf die Profitabilität ihrer Organisation. Und viele befürchten in naher Zukunft Probleme mit der Energieversorgung in Form von Preisschocks (52 %) sowie eine weitere Eskalation des Konflikts im Nahen Osten (46 %).
Deloitte CFO Survey.
Konsequenzen abfedern
Heimische Unternehmen tun ihr Möglichstes, um die Konsequenzen der geopolitischen Umwälzungen abzufedern. Vor allem Szenarioanalysen (51 %), interne Stresstests (33 %) sowie die Reduktion der Abhängigkeiten von Einkaufs- und Absatzmärkten (33 %) wurden in den vergangenen Monaten häufig als Absicherungsmaßnahmen genutzt. Auch künftig wollen viele auf
Kostensenkungen (91 %), eine Verringerung der Betriebsaufwandes (88 %) sowie Wachstum in bestehenden Märkten (88 %) setzen.
„Die Unternehmen priorisieren derzeit reaktive Maßnahmen. Strategische Neuausrichtungen wie Expansion in neue Märkte, Erhöhung von Investitionen sowie Wachstum durch Akquisitionen werden hintenangestellt. Die Unternehmen werden aber die Balance zwischen kurzfristiger Stabilisierung und langfristiger Transformation schaffen müssen, wenn Österreich wettbewerbsfähig bleiben soll“, erklärt Gerhard
Marterbauer, Partner bei Deloitte
Österreich.
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