Wiener Eistraum öffnet morgen seine Pforten
Von Franziska Trautmann
Noch tummeln sich Bauarbeiter in gelben Warnwesten und Helmen am Wiener Rathausplatz, ab morgen ziehen hier Eisläufer ihre Runden. Ganz fertig ist das Areal aber noch nicht, am Eis und „an Land“ müssen die letzten Kabel verlegt und Stolperfallen beseitigt werden. Der Wiener Eistraum startet am Donnerstag in seine 31. Saison.
Täglich bis 22 Uhr
Bis Sonntag, 8. März – dieses Jahr eine Woche länger – bleibt das Areal täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Den Eistraum gibt es seit 1996 und mittlerweile zählt er zu den größten mobilen Eislaufplätzen Europas. Auf mehr als 10.000 Quadratmetern Eisfläche rechnet die Stadt Wien dieses Jahr wieder mit Hunderttausenden Besuchern.
Laut SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig waren es vergangenes Jahr 770.000 Besucher, 18 Prozent kamen sogar aus dem Ausland. „Es ist nicht nur ein wichtiges sportliches Ereignis, sondern auch ein deutlicher Impuls für die Wiener Wirtschaft“, sagt Ludwig. SPÖ-Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak ergänzt: „Der Wiener Eistraum stärkt den Wintertourismus und schafft Wertschöpfung für Betriebe in der Branche. “
Preise gleich geblieben
Wie am traditionellen Eistraum hat sich auch an seinen Preisen nichts geändert. Bei einer Online-Buchung spart man zwar 10 Prozent, trotzdem summiert sich der Winterspaß mit Eintritt, Schuhverleih und Garderobenkästchen auf rund 20 Euro. Laut Novak bekomme man aber als Mitglied vom Vorteilsklub der Stadt Wien 50 Prozent Rabatt.
Ermäßigungen gibt es wieder für Kinder, Senioren, Mobilpass-Besitzer sowie Familien und Gruppen. Besonders stolz sei man laut Ludwig auf „den Gratiseintritt für Kinder, die bei Ausflügen mit einem Kindergarten oder der Schule kommen.“ Das ist werktags von 10 bis 16 Uhr möglich. Neben Eislaufen gibt es dieses Jahr wieder Eisstockschießen, derzeit müssen Interessierte die Bahnen online reservieren unter www.wienereistraum.com.
Wie letztes Jahr befindet sich ein großer Gastronomie-Bereich mit Terrasse und Indoor-Bereich im ersten Stock der Anlage. Rund 200 Gäste haben Platz. Über eine Treppe beim Eingang Lichtenfelsgasse, eine barrierefreie Rampe oder einen Aufzug gelangt man nach oben.
Herausfordernder Aufbau
Größer kann der Eislaufplatz aber nicht mehr werden, denn laut Bauleiter Richard Siwy habe man jetzt schon Platzprobleme beim Aufbauen. „Das Zufahren der Lkws ist möglich, aber wir haben kaum Platz sie zu be- und entladen oder die Sachen zwischen zu lagern“, sagt Siwy.
Seit 2. Jänner arbeiten er und sein Team am Aufbau des Areals. In weniger als einem Monat alles herzurichten, gestaltet sich schwierig. „Das Herausfordernste ist, dass alle Gewerke ineinandergreifen. Zum Beispiel muss jedes Kabel korrekt verlegt sein, bevor der nächste Arbeitsschritt passiert“, erklärt Siwy. Laut ihm habe die andauernde Kälte das Arbeiten erschwert, dafür sei es gut fürs Eis. Ob man darauf dann auch gut Eislaufen kann, wird sich ab Donnerstag herausstellen.
Kommentare