© Berufsrettung Wien

Chronik Wien
01/28/2020

Wiener Berufsrettung setzt seit zehn Jahren auf CO-Warngeräte

Die 32-jährige Mutter Mercija A. wurde nach einer CO-Vergiftung bewusstlos von ihren Söhnen gefunden. Ein Messgerät half, sie zu retten.

Heiße Sommer, schlecht gewartete Thermen und mobile Klimageräte ließen in den letzten Jahren die Zahl der Kohlenstoffmonoxid-Unfälle in die Höhe schnellen. Die Einsatzkräfte der Rettung haben daher mittlerweile viel Erfahrung im Umgang mit dem geruch- und farblosen Gas. Seit zehn Jahren verwenden sie zusätzlich CO-Messgeräte, die auf jedem Rettungsrucksack angebracht sind.

Wie wichtig die kleinen Geräte in der Arbeit der Rettung sind, zeigen die 450 Messungen, die täglich durchgeführt werden. Bereits bei erhöhter CO-Konzentration in der Luft schlagen sie an. Ein eigenes Alarmsignal ertönt, sobald Lebensgefahr besteht. Die Sanitäter und Notärzte können ihr weiteres Vorgehen während des Einsatzes daran anpassen.

“Die Geräte wurde auf Initiative von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berufsrettung angeschafft. Das war ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit für die Einsatzkräfte und für die Wiener Bevölkerung”, heißt es vom Leiter der BerufsrettungRainer Gottwald. Heute seien nicht nur die Einsatzfahrzeuge der Berufsrettung, sondern auch alle privaten Rettungs- und Krankentransportorganisationen mit CO-Warngeräten ausgestattet.

Lebensrettung diesen Sommer 

Dass die Messgeräte echte Lebensretter sein können, zeigte sich erst vergangenen Sommer. Ende Juli wurde die Rettung alarmiert, weil die 32-jährige Familienmutter Mercija A. bewusstlos von ihren Söhnen im Badezimmer ihrer Wohnung in der Triester Straße in Wien-Favoriten gefunden wurde.

„Ich war zehn bis 15 Minuten duschen, in der Wohnung lief gleichzeitig ein mobiles Klimagerät. Als ich das Wasser abgedreht habe, war mir schwindlig, mir wurde schwarz vor Augen und die Kraft hat mich verlassen“, erinnert sich die spätere Patientin. Ihr Mann wählte den Notruf. Als die Rettung wenig später vor Ort war, löste das CO-Warngerät sofort aus. 

„Wir haben die Familie sofort rausgeschickt und die bewusstlose Mutter so schnell wie möglich aus der Badewanne geholt und aus der Wohnung getragen“, erinnert sich einer der Notfallsanitäter vor Ort. Bei einer derart hohen Konzentration sei jede Sekunde länger eine Gefahr. Das Rettungsteam versorgte die Patientin notfallmedizinisch - mit Erfolg. Ein weiteres Team kümmerte sich in der Zwischenzeit um ihren 38-jährigen Ehemann und die Söhne.

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