Radioaktiver Gegenstand führt zu Großeinsatz der Feuerwehr

Strahlender Müll für 30 000 Generationen
Zwei Mitarbeiter wurden ins Spital gebracht. Einsatzkräfte haben leichte Strahlung gemessen. Weitere Nachforschungen laufen.

So ein Einsatz kommt auch für die Wiener Berufsfeuerwehr nicht alle Tage vor. Denn am Montagvormittag lautete die Alarmierung von Polizei, Berufsrettung und Feuerwehr: Achtung, radioaktive Strahlung.

Denn in einem Entsorgungsbetrieb in Wien ist ein gefährlicher Verdacht entstanden: Es könnte sein, dass ein angelieferter Gegenstand zur fachgerechten Entsorgung radioaktiv verstrahlt sein könnte. Genauer gesagt: Es bestand der Verdacht, dass ein angelieferter Gegenstand ein radioaktives Nuklid enthalten könnte.

Großeinsatz

Diese Alarmierung führte zu einem Großeinsatz der Berufsfeuerwehr in der Oberlaaerstraße, das Areal der Firma Saubermacher wurde großräumig abgesperrt, Schadstoffexperten waren rasch am Einsatzort. Von den Einsatzkräften der Feuerwehr wurden sofort umfangreiche Messungen zur Gefahrenabschätzung vorgenommen. Dabei wurden tatsächlich geringe Strahlenwerte festgestellt.

Zwei Mitarbeiter des Betriebs, die mit dem Gegenstand hantiert haben, wurden vorsorglich durch die Berufsrettung Wien untersucht und nach einer Dekontamination im Hygienezentrum des Gesundheitsdienstes zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. 

Aktuell sind laut einer Aussendung weitere Messungen und Nachforschungen im Gange, um die Herkunft des Gegenstandes zu klären. Für Personen außerhalb des Firmengeländes besteht keine Gefährdung.

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