© Fonds Soziales Wien

Chronik Wien
03/13/2020

Wien: Menschen in Quarantäne dokumentieren ihre Gesundheit via App

Damit sollen die Wartezeiten an der Hotline 1450 verkürzt und die Bettenkapazitäten in Spitälern besser geplant werden.

von Katharina Zach

8.106 Menschen haben sich am Donnerstag in Wien hilfesuchend an die Gesundheitshotline 1450 gewandt. Und obwohl dort mittlereile mehr als 150 Mitarbeiter an den Telefonen sitzen, kommt es mitunter zu längeren Wartezeiten. Mit einer WebApp, die Betroffene nutzen können, sollen die Hotline-Mitarbeiter nun entlastet und die Wartezeiten verkürzt werden.

"Homecare" heißt sie, und mit ihr können Menschen Quarantäne künftig ihren Gesundheitszustand überwachen.

Das müssen sie nämlich täglich, egal ob sie tatsächlich infiziert sind oder nur Kontakt mit einer infizierten Person hatten. Bisher wurde das telefonisch abgewickelt. Bei mittlerweile 757 Betroffenen in Quarantäne doch ein beträchtlicher Aufwand.

Standardisierte Fragen

Dazu kommt, dass die Gespräche länger dauern, nämlich am Mittwoch im Schnitt 18 Minuten zur Datenaufnahme bzw. wenn es um Informationsgespräche gegangen ist. Bei der Abklärung eines Verdachtsfalles, dauerte es im Schnitt gar 40 Minuten. Künftig erhalten Menschen in Quarantäne einen Link und einen Token für die Anmeldung.

Mit der App dokumentieren die Leute nun standardisiert ihren Gesundheitszustand, etwa ob Symptome wie Schnupfen, Husten oder Fieber auftreten. Die Daten werden dann an den Gesundheitsdienst der Stadt (MA15) weitergemeldet.

"Datenschutzrechtlich ist alles geklärt und auch für die Datensicherheit ist gesorgt", heißt es aus der Stadt Wien. Zwischen Gesundheitsdaten und tatsächlichen Personen könnte keine Verbindung hergestellt werden.

Bettenkapazitäten planen

Nun hoffen die Verantwortlichen, auch die Wartezeiten auf die Ergebnisse der Coronatests zu verkürzen. Derzeit dauert das mitunter mehr als drei Tage, künftig soll es vor allem bei negativen Ergebnissen schneller gehen.

Und noch etwas erhofft sich die Stadt: Mit den Daten können die Spitalskapazitäten besser geplant werden. Denn Analysen zeigen: Bekommen Betroffene innerhalb eines gewissen Zeitraums bestimmte Symptome, benötigen sie voraussichtlich ein Spitalsbett.

Appell an die Wiener

Die Zahl der Anrufer ist indes am Freitag noch einmal gestiegen, bis 12 Uhr waren es bereits 6.025. Bei 1450 richtet man daher einen dringen Appell an die Wiener: Es sollen nur jene anrufen, die akute Symptome aufweisen und Sorge haben, am Coronavirus erkrankt zu sein.

Wer nur Informationen benötigt, soll sich an die Ages-Hotline unter 0800 201211 wenden.

 

 

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.