Klinik Favoriten: Gutachten entlastet ehemalige Pflegerin
Die Ermittlungen gegen eine Pflegerin der Klinik Favoriten wurden eingestellt.
Die Staatsanwaltschaft Wien hat die Ermittlungen gegen eine ehemalige Pflegerin der Klinik Favoriten eingestellt, die unter Mordverdacht geraten war. Wie Behördensprecherin Nina Bussek am Mittwoch auf APA-Anfrage mitteilte, habe der Frau im Zusammenhang mit zwei bedenklichen Todesfällen auf der Onkologischen Station kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten nachgewiesen werden können. Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft stütze sich auf ein eingeholtes Gutachten.
Wie Bussek erläuterte, kam im Zusammenhang mit dem Tod einer Mitte September 2025 verstorbenen Patientin das Gutachten zum Schluss, dass kein kausaler Zusammenhang zwischen einer allenfalls leicht überhöhten Medikamentengabe und dem Ableben der Frau nachweisbar war. Es sei nicht einmal feststellbar, ob die Verdächtige oder eine andere Pflegekraft das Medikament verabreicht hätte, sagte Bussek.
Zweite Pflegerin ebenfalls unter Verdacht
Ursprünglich war auch eine zweite, namentlich bekannte Pflegerin verdächtigt worden, die jedoch recht rasch mangels Indizien wieder aus dem Fokus der Strafverfolgungsbehörde kam.
Keine Indizien
Noch schwieriger gestalteten sich die Untersuchungen zu einem im Jänner 2025 verstorbenen Mann, der vor seinem Ableben ebenfalls wochenlang auf der Onkologischen Station palliativmedizinisch behandelt worden war. In diesem Fall waren Anzeichen in Richtung einer möglichen vorsätzlichen Tötung grundsätzlich nicht sehr ausgeprägt.
Wie Bussek darlegte, fanden sich im Ermittlungsverfahren keine Indizien, die eine etwaige Verdachtslage ergeben hätten.
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