(Symbolbild)

© Kurier/Franz Gruber

Chronik Wien
09/24/2018

Wien: 20-Jähriger warf Messer nach Polizisten

Die Beamten waren entsandt worden, weil Zeugen den Mann bei der Demolierung eines Pkws entdeckt hatten.

Ein 20-Jähriger hat am Sonntagvormittag in Wien-Margareten auf ein Auto eingedroschen und mit einem Messer nach Polizisten geworfen, die ihn festnehmen wollten. Laut Polizeisprecher Harald Sörös waren gegen 9.45 Uhr mehrere Streifenautos in die Wiedner Hauptstraße entsandt worden, weil Zeugen den Mann bei der Demolierung des Pkw entdeckt hatten.

Die Beamten fanden ein zerstörtes Auto und eine Eisenstange dahinter. Zeugen sagten den Polizisten, dass der Mann, der für den Schaden verantwortlich war, sich in Richtung stadteinwärts abgesetzt hatte und dass er ein Messer bei sich hatte. Auf der Kreuzung Ramperstorffergasse-Stolberggasse stellten ihn die Polizisten. Er stand zunächst regungslos auf dem Gehsteig und hielt das Messer in seiner rechten Hand.

Pfefferspray eingesetzt

Als die Uniformierten ihn ansprachen, begann er zu schreien und mit dem erhobenen Messer auf die Gesetzeshüter zuzugehen. Die Beamten setzten Pfefferspray ein, weil der Rumäne auf ihr Anreden nicht reagierte. Stattdessen schleuderte der 20-Jährige das Messer nach ihnen, verfehlte sie aber knapp. Mit Fäusten ging er auf zwei andere Polizisten los. Neuerlich setzten die Gesetzeshüter Pfefferspray ein. Der Mann versuchte noch zu flüchten, wurde aber festgenommen.

Der 20-Jährige wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizisten fanden nach der Identitätsfeststellung heraus, dass er bereits vier Tage zuvor von der Bereitschaftseinheit wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt festgenommen, aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden war. Die Staatsanwaltschaft stellte eine Festnahmeanordnung aus und beantragte Untersuchungshaft. Der Verdächtige wurde wegen schwerer Sachbeschädigung, versuchter schwerer Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt. Außerdem ergab eine fremdenrechtliche Überprüfung, dass sich der 20-Jährige gar nicht in Österreich hätte aufhalten dürfen.

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