Opa wollte Enkelin mit Waffe von Wiener Volksschule abholen
Montagabend gab es einen Großeinsatz der Polizei in einem Einkaufszentrum im Bezirk Linz-Land (Symbolbild).
Der 78-Jährige, der am Dienstag vor der Volksschule Steinlechnergasse für Aufsehen sorgte, trug eine camouflagefarbene Baseballkappe und hatte eine Pistole bei sich.
Mehrere Kinder beobachteten ihn und wandten sich sogleich an einen Polizisten, der gerade den Schulweg sicherte. Zuvor sprach auch eine Lehrperson den Mann an. Dieser zeigte er offenbar bereitwillig seine Pistole, ohne allerdings jemanden damit zu bedrohen, sagte Polizeisprecher Markus Dittrich.
Er habe angegeben, ein Mädchen von der Schule abholen zu wollen, und dabei auch dessen Namen genannt. Die Polizei war alarmiert, umgehend wurden weitere Einsatzkräfte verständigt, schilderte der Polizeisprecher. Zu diesem Zeitpunkt fehlte von dem Mann aber jede Spur, er konnte nicht mehr vor der Schule angetroffen werden. Schließlich konnte der Mann aber über den Namen des Mädchens ausgeforscht werden, das er abholen wollte: Es handelte sich um ihren Großvater.
„Aussage unglaubwürdig“
Die Polizisten fuhren sogleich zu seiner Wohnung und nahmen ihm dort die Pistole ab, die er legal besaß. „Gegen ihn wurde ein vorläufiges Waffenverbot verhängt, zumal seine Aussage, er habe die Waffe gar nicht bei sich gehabt und lediglich sein Mobiltelefon gezeigt, nicht glaubwürdig erschien“, erklärte Dittrich. Der 78-Jährige wurde wegen des Verdachts des unbefugten Führens einer Faustfeuerwaffe angezeigt.
Die Volksschule informierte die Eltern per Brief proaktiv über den Vorfall, um „Unsicherheiten und Ängste auszuräumen“, hieß es von der Direktorin. Sie betonte, dass die Person die Waffe mitführte, aber ohne Munition. Vonseiten der Bildungsdirektion betonte man auf KURIER-Anfrage, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für Schüler oder Schulpersonal bestanden habe.
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