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Chronik Wien
02/24/2019

Vertrauen von Demenzkranker erschlichen: 45.000 Euro Schaden

Der Verdächtige entwendete die Bankomatkarte der Wienerin und hob 55 Mal ab. Er wurde ausgeforscht und angezeigt.

Die Wiener Polizei hat einen Mann ausgeforscht, der seit September 2018 einer demenzkranken Frau bis zu 45.000 Euro gestohlen haben soll. Der 26-Jährige erschlich sich das Vertrauen der Wienerin, entwendete ihre Bankomatkarte und hob 55 Mal Geld ab. Als die Konten geplündert waren, raffte er noch den Notgroschen der 78-Jährigen an sich.

Der junge Mann hatte der Frau mehrfach geholfen. Bei Besuchen in ihrer Wohnung in Ottakring stahl er ihre Bankomatkarte und behob monatelang immer wieder Geld, oftmals bis zum Tageslimit. Als auf dem Konto nichts mehr zu holen war, nahm er auch noch das Bargeld der Pensionistin, das sie zu Hause hatte, an sich. Laut Polizei entstand damit ein Schaden von 42.000 bis 45.000 Euro.

Heimhilfe bemerkte Diebstahl

Die Heimhilfe der Pensionistin bemerkte den Diebstahl und erstattete im Dezember Anzeige. Am 12. Februar wurde der 26-Jährige aufgeforscht und vorläufig festgenommen, berichtete die Polizei am Sonntag. In der Wohnung des Rumänen wurden Kleidungsstücke sichergestellt, die er bei den Behebungen getragen hat und die auf Bildern aus Überwachungskameras zu sehen sind.

Der Mann wurde schlussendlich wegen gewerbsmäßigen Diebstahls, Entfremdung unbarer Zahlungsmittel, Urkundenunterdrückung sowie nach dem Waffengesetz - bei der Hausdurchsuchung wurde ein Schlagring sichergestellt - auf freiem Fuß angezeigt. Er zeigte sich zu den Vorwürfen geständig.

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