Spott über Simone Lugner kostet arbeitslosen Steirer 4.500 Euro

Elffach Vorbestrafter beleidigte die Baumeister-Witwe auf Facebook. Dafür wurde er in Graz verurteilt.
Simone Lugner und ihr Anwalt Florian Höllwarth.

Wegen Beleidigungen in sozialen Medien hat Simone Lugner, Witwe des verstorbenen Baumeisters Richard Lugner, einen Steirer geklagt. Der arbeitslose Mann, wegen eines Bandscheibenvorfalls aktuell im Krankenstand, teilte auf seiner Facebook-Seite zwei Artikel über Lugner und spottete: „Blond, blöd und deppert“. Laut Bericht der Kronen Zeitung behauptete der elffach Vorbestrafte außerdem, Simone habe "noch nie etwas geleistet und könne nur Männer ausnehmen".

In Graz wurde der Arbeitslose deshalb nun verurteilt. Er gab sich einsichtig und bat Lugners Anwalt Florian Höllwarth, seine Entschuldigung zu übermitteln. Er werde diese auch öffentlich posten, sagte der 45-Jährige, der Höllwarths schriftliche Versuche, die Causa im Vorfeld außergerichtlich zu regeln, ignoriert hatte.

Ein Vergleich vor Gericht kam mangels finanzieller Mittel ebenfalls nicht infrage - der Angeklagte hat hohe Schulden, sein Gehalt wird gepfändet. Daher wurde der Mann zu 560 Euro Geldstrafe und einer Entschädigungszahlung von 1.500 Euro an Simone Lugner verurteilt. Dazu kommen rund 2500 Euro Verfahrenskosten und die Auflage, das - rechtskräftige - Urteil auf seiner Facebook-Seite zu veröffentlichen. 

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