Chronik | Wien
22.03.2018

Umfangreiche Razzia rund um das Bauprojekt „Philips-Haus“

Zwei Baufirmen lösten mit Anzeigen die Ermittlungen aus. Die Vorwürfe werden bestritten

Die ehemalige Firmenzentrale des Elektrokonzerns Philips am Wienerberg stand am Donnerstag im Mittelpunkt von umfangreichen Hausdurchsuchungen durch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) und der Kripo.

Die Ermittler durchkämmten  fünf Adressen – unter anderem in der Wiener Heiligenstädter Lände und  Wiedner Hauptstraße. Darunter den Firmensitz der Projektgesellschaft Philipp’s Liegenschaftsverwertungs GmbH & Co. KG (die Schreibweise mit zwei „P“ dürfte bewusst gewählt worden sein, Anm.) Es handelt  sich dabei um eine Gemeinschaftsfirma der beiden Wiener Immobilienentwickler 6B47 und Sans Souci.

Sie  errichtet im sogenannten Philips-Haus („Phil’sPlace“) am Wienerberg 135 Apartments für ins Ausland entsandte Facharbeiter.  Laut Aktenlage stehen der angeblich faktische Sans-Souci-Chef Norbert W. und der 6B47-Vorstand Friedrich G., im Verdacht des schweren Betruges und der Untreue.
Außerdem werden W. und eine weitere Person der betrügerischen Krida verdächtigt. Die  Verdächtigen bzw. deren Anwälte konnten am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht erreicht werden. Dem Vernehmen nach werden die Vorwürfe bestritten.