Umfrage zur U5-Eröffnung: Hernals drängt, Alsergrund zeigt Geduld

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Die Bezirke nehmen die Verzögerung teils gelassen. Was sich die Menschen aber wünschen: besser informiert zu werden.

Im U-Bahn-Ausbau kommt es aus Sparzwängen zu massiven Verzögerungen. Das trifft vor allem Unternehmen hart, die auf ein baldiges Ende der Baustellen vor ihren Türen gehofft hatten, der KURIER berichtete.

Zentral ist der Ausbau bzw. die Verzögerung für die Bezirke Hernals und Alsergrund. Das zeigt auch die KURIER-Regionalumfrage in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut OGM (siehe Grafik unten).

Abgefragt wurde, wie wichtig der Bezirksbevölkerung die Eröffnung der U5 bis spätestens 2035 ist. Was auffällt: Im Außenbezirk Hernals wird das Thema als deutlich wichtiger bewertet als am zentralen Alsergrund. Hier hat man es offenbar nicht ganz so eilig. 

Menschen wollen besser informiert werden

Zur Erinnerung: Die Stadt hat die Inbetriebnahme der U-Bahnstation Frankhplatz am Alsergrund, geplanter Knotenpunkt für die U2/U5, von 2026 um vier Jahre auf 2030 verschoben.

Der Baustart für die Verlängerung bis nach Hernals wurde um ein Jahr von Ende 2026/Anfang 2027 auf 2028 verschoben. Fertig soll die U5 bis Mitte der 2030er-Jahre sein.

Gemischte Reaktionen auf die Verschiebung von Verständnis bis Sorge schildert das Büro des Hernalser Bezirkschefs Peter Jagsch (SPÖ). Bedenken gebe es im Bezirk vor allem wegen Einschränkungen durch die Baustelle auf Geschäfte und Wohnungen. Zentral sei für die Menschen, frühzeitig über Abläufe informiert zu werden.

„Der Ausbau der U5 ist ein Generationenprojekt, das langfristig viele Vorteile für Hernals bringt. Mit der Verlängerung entsteht eine optimale Anbindung an die Innenstadt, eine Entlastung der Straßenbahnlinie 43. Entscheidend ist, die Bevölkerung transparent zu informieren, Sorgen ernst zu nehmen und Auswirkungen der Bauphase gut zu kommunizieren“, betont Jagsch.

Station Frankhplatz wird im Frühjahr umgebaut

Während am Alsergrund die Gestaltung der künftigen U5-Station Arne-Karlsson-Park für Diskussionen bei Bürgerversammlungen sorgt, sind die Pläne für die Gestaltung der Station Frankhplatz bereits abgeschlossen. Baustart ist im Frühjahr.

Bezirkschefin Saya Ahmad (SPÖ) unterstreicht die dort geplante Entsiegelung und Verkehrsberuhigung: „Dadurch wird der Frankhplatz nach Eröffnung der U-Bahn-Station nicht nur besser öffentlich erreichbar sein, sondern wird noch heuer für alle angenehmer gestaltet.“

Für die verschobene Eröffnung habe die Mehrheit im Bezirk Verständnis: „Wichtig ist, dass die Stadt hier einsparen muss und der spätere U-Bahn-Betrieb eine budgetäre Entlastung ist“, sagt Ahmad.

Regional-Umfrage Teaser

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