Tote Antilope in Tiergarten Schönbrunn: Weiter kein Hinweis auf Täter
Die Antilope wurde im Gehege erschossen (Symbolbild).
Bei den Ermittlungen zum Fall des erschossenen Hirschziegenantilopen-Jungtiers hat die Polizei weiterhin keinen Hinweis auf den Täter. "Die Sicherheitsvorkehrungen wurden in Zusammenarbeit mit der Tiergartenverwaltung verstärkt. Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien sind nach wie vor im vollen Gange", hieß es am Dienstag seitens der Polizei auf APA-Anfrage.
Das Jungtier der Hirschziegenantilope ist in der Nacht auf den 29. März von Unbekannten erschossen worden. Eine Tierpflegerin fand demnach das getötete Tier, ein Tierarzt führte eine Obduktion durch, wobei eine mutmaßliche Schussverletzung festgestellt wurde.
Aufgrund des vorliegenden Verdachts der Tierquälerei (§ 222 StGB) wurden umfangreiche Ermittlungen aufgenommen, auch ein Video des Vorfalls wurde gesichtet. Erste Ergebnisse legen nahe, dass gegen 3 Uhr tatsächlich eine Schussabgabe - offenbar mit einem Schalldämpfer - von außerhalb des Geheges erfolgte.
Nachtdienste aufgestockt und verstärkt
Der Tiergarten Schönbrunn reagiert auf den Vorfall und hat umgehend die Nachtdienste aufgestockt und durch externe Security verstärkt sowie weitere Maßnahmen zur Prävention ähnlicher Vorgänge gesetzt. Weitere Details wurden aber aus ermittlungstaktischen Gründen und in Absprache mit den Ermittlungsbehörden nicht kommuniziert.
Die Hirschziegenantilope wird laut Angaben des Tiergartens wegen der dunklen Färbung des Rückens bei männlichen Tieren auch Schwarzbock genannt, Weibchen und Junge sind jedoch sandfarben. Während die Weibchen hornlos sind, fallen Männchen durch ihre großen, schraubenartig gewundenen Hörner auf.
Kommentare