Chronik | Wien
29.08.2018

Suche nach Verdächtigem von Wiener Bankraub: 2.000 Euro Belohnung

Mann kam mit Frauenkleidern sowie mit goldener Pistole. Zusammenhang mit ähnlichen Taten wird geprüft

Mehr als zwei Monate nach einem Banküberfall in Wien-Simmering fahndet die Polizei nun mithilfe von Fotos nach dem Tatverdächtigen. Auch eine Belohnung wurde ausgelobt. Der Räuber hatte am 16. Juni ein Geldinstitut in der Simmeringer Hauptstraße betreten und einen Zettel auf das Kassapult gelegt, mit dem er Geld forderte. Er war mit einer Pistole bewaffnet und trug ein Kopftuch sowie einen Rock.

Der Täter machte mehrere tausend Euro Beute und flüchtete zu Fuß in die Zippererstraße. Ein Zeuge folgte dem Mann in den Innenhof einer Wohnhausanlage und fotografierte ihn ohne die Maskierung. Dieses Bild sowie eine Aufnahme aus der Überwachungskamera der Bank wurde nun auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien veröffentlicht.

Der Mann ist etwa 1,80 Meter groß, schlank und vermutlich nicht österreichischer Herkunft, berichtete die Polizei am Mittwoch. Bekleidet war er mit einem violetten Kopftuch, darüber einem schwarzen quadratischen Tuch sowie einem schwarzem Schal und einem olivgrünen Rock. Tatwaffe war eine goldene Schreckschusspistole.

Die Polizei prüft, ob ein Zusammenhang mit ähnlichen Taten besteht. Am 13. Juli wurde in Wien-Floridsdorf eine Bank von einem Mann überfallen, der mit einer Burka und Sonnenbrille maskiert war. Als eine Mitarbeiterin zu schreien begann, wurde der Verdächtige nervös, steckte seine Pistole weg und verletzte zwei Personen mit einem ebenfalls mitgebrachten Pfefferspray. Der Täter flüchtete ohne Beute. Am 25. Juli überfiel ein Räuber in Damenkleid und Kopftuch eine Bank in der Linzer Innenstadt. Er entkam mit erbeutetem Bargeld. In allen drei Fällen waren Filialen des gleichen Geldinstituts betroffen.

Hinweise nimmt das Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 01-31310-33800 entgegen. Für Informationen, die zur Ausforschung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 2.000 Euro ausgelobt worden.