Stiftungsstreit: Ein Denkmal für die Rothschilds

Stiftungsstreit: Ein Denkmal für die Rothschilds
Eine Expertenkommission hat auf 300 Seiten die Geschichte der Stiftung aufgearbeitet.

Seit dem Jahr 2018 liegt die Stadt Wien mit dem in New York lebenden Rothschild-Enkel Geoffrey R. Hoguet im Clinch. Streitpunkt ist die Rothschild’sche Stiftung für Nervenkranke, zu der noch die Heilanstalt am Rosenhügel zählt. Hoguet will, dass die Stiftung aus dem Magistrat herausgelöst wird. Bisher waren dazu meist nur die Rechtsanwälte beider Seiten am Wort.

Nun kann der zuständige Stadtrat Peter Hacker (SPÖ) auch auf ein historisches Expertengutachten verweisen, das eine Gruppe von Wissenschaftern erarbeitet hat. Für Hacker könnte dieses 300-Seiten-Werk auch der Schlüssel dazu sein, dass die gerichtlichen Auseinandersetzungen beendet werden.

Vorsitzende der Expertenkommission, der unter anderen die Historiker Oliver Rathkolb oder Roman Sandgruber angehörten, war Universitätsprofessorin Ilse Reiter-Zatloukal. Sie präsentierte am Donnerstag im Rathaus eine Kurzversion der Ergebnisse. „Die Recherche zur wechselhaften Geschichte dieser 1907 aufgrund der äußerst großzügigen letztwilligen Verfügung von Nathaniel von Rothschild errichteten Stiftung gestaltete sich für uns aufgrund der teilweise recht schwierigen Quellenlage als überaus aufwändig“, sagte Reiter-Zatloukal.

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