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Start von "Auszeit-WG" für unmündige Intensivtäter verzögert sich

Grund seien noch einige letzte bauliche Adaptierungsarbeiten im Bereich der Fluchtwegtüren.
Ein Park im Herbst mit spielenden Kindern und sitzenden Jugendlichen.

Der Start der in Wien geplanten "Auszeit-WG" für Intensivtäter unter 14 Jahren verzögert sich erneut: Die für Kinder- und Jugendhilfe zuständige Magistratsabteilung 11 (MA 11) bestätigte der APA am Mittwoch einen ORF-Bericht, wonach der Einzug von zwei Jugendlichen erst ab Mitte Juni geplant sei. Grund seien noch einige letzte bauliche Adaptierungsarbeiten im "Bereich der Fluchtwegtüren, um sämtliche brandschutzrechtlichen Anforderungen zu erfüllen", wie die MA 11 betonte.

Der Betrieb sei unmittelbar nach Abschluss des baulichen Bewilligungsverfahrens geplant. Ursprünglich hatte die MA den Start des Projekts spätestens mit April vorgesehen. Doch daraus wurde nichts. Der Auftakt war dann auf Mai verlegt worden, wie der "Kurier" im März berichtet hatte.

Zwölf Wochen Aufenthalt

Ein Aufenthalt kann bis zu zwölf Wochen dauern. Die Betreuung der beiden Kids übernimmt ein Verein. Dessen Personal ist unter anderem im Bereich Deeskalation geschult. Im Haus werden auch regelmäßig Sozialarbeiter, Psychologen, Psychiater oder Heilstättenlehrer im Einsatz sein. Sie sollen an der Änderung des destruktiven Verhaltens der Bewohner arbeiten. Ausgänge in den angrenzenden Garten oder auch in die Stadt sind ebenfalls möglich - wobei anfangs hier jedenfalls eine Begleitung mit dabei ist.

Die durchaus auch umstrittene Einrichtung auf Initiative der Stadt Wien gilt österreichweit als Pilotprojekt. Ob ähnliche Einrichtungen auch in anderen Bundesländern folgen, ist derzeit noch offen. Eine im Justizministerium angesiedelte Arbeitsgruppe befasst sich seit längerem mit neuen Möglichkeiten zum Umgang mit strafunmündigen Intensivtätern.

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