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Spatenstich für Umgestaltung der Simmeringer Hauptstraße

Bis Sommer 2027 wird ein 700 Meter langer Abschnitt der Simmeringer Hauptstraße umgestaltet. 4,9 Millionen Euro investiert die Stadt in das Projekt.
Eine belebte Straße mit Bäumen, einer Straßenbahn und Passanten auf dem Gehweg.

Ein kleines Stück verdeutlicht bereits, wie die Simmeringer Hauptstraße künftig aussehen soll. Das „Simmeringer Entrée“ auf Höhe der Litfaßstraße hebt sich derzeit noch vom restlichen Straßenbild ab. Wie ein bunter Fleck im Grau, was es de facto ja auch ist. Aber nicht mehr lange.

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Das Entrée ist bereits begrünt, nun wird der Rest angepasst.

Denn nun soll ein weiter Teil der Straße umgestaltet werden. Nämlich jener, der direkt an das Entrée anschließt: Von der Litfaßstraße bis zur Zippererstraße sollen insgesamt 700 Meter der Simmeringer Hauptstraße entsiegelt und begrünt werden. Dieser Abschnitt sei beim Bau der U-Bahn nämlich nicht umgestaltet worden, ist aus dem Büro von Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) zu hören. Dafür aber jetzt.

Fertigstellung 2027

Spatenstich war am Mittwoch, geplantes Bauende ist der Sommer 2027, verkündete Sima. 4,9 Millionen Euro wird das Projekt kosten.

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700 Meter der Simmeringer Hauptstraße werden nun umgestaltet.

Fast 9.000 Quadratmeter Fläche sollen entsiegelt werden, 3.000 Quadratmeter begrünt. 52 neue Bäume und 25 Hochstammsträucher sollen die „charakteristische Platanenreihe“ der Simmeringer Hauptstraße fortsetzen, sagt Sima.

Die Umgestaltung soll also hauptsächlich den Versiegelungsgrad reduzieren. Dieser liege im Projektabschnitt derzeit bei 99,58 Prozent, wird berichtet.

Zu einem höheren Entsiegelungsgrad soll – neben den Bäumen und Grünflächen – auch eine Pflasterung beitragen. Die Gehwege sollen stellenweise verbreitert und auf dem gesamten Abschnitt hell gepflastert werden. „Damit kann das Wasser dann versickern“, sagt Sima.

Passendes Unterhaltungsprogramm

Zwei Hydranten und „etliche kleine Aufenthaltsbereiche mit 30 neuen Sitzgelegenheiten“ kommen ebenfalls dazu. Und für diejenigen, die die Sitzgelegenheiten nutzen, wird auch das passende Unterhaltungsprogramm geboten: Im gesamten Projektabschnitt werden Granitelemente verteilt, in denen Fragestellungen und QR-Codes eingraviert sind. Durch das Abrufen der Codes erhalten Interessierte Informationen über die Lokalgeschichte Simmerings.

Noch vor Planungsbeginn wurden die Simmeringer nach ihrer Meinung gefragt. Das Ergebnis solcher Erhebungen, sagt Sima, sei aber in ganz Wien immer das gleiche: „Mehr Grün, mehr Bäume.“

Simmerings Bezirksvorsteher Thomas Steinhart (SPÖ) bedankte sich, dass es in der aktuellen finanziellen Lage die „Möglichkeit gibt, diesen Abschnitt der Simmeringer Hauptstraße umzugestalten.“ Planungsstadträtin Sima ergänzte, dass es eine „bewusste politische Entscheidung“ sei, Schwerpunkte in den Außenbezirken zu setzen. „Dort, wo viele Menschen leben.“ PERA

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