Schwerer Pyrotechnikunfall: 10-Jähriger verliert mehrere Finger zu Neujahr
Ein 19-Jähriger wurde von der Rettung ins Krankenhaus gebracht, nachdem er von Niederländern attackiert worden war (Symbolbild).
Ein 10-jähriger Bub hat am Neujahrstag in Wien-Donaustadt bei einem Pyrotechnikunfall schwere Verletzungen erlitten. Der Vorfall ereignete sich gestern Nachmittag gegen 16:30 Uhr im Hof einer Wohnhausanlage, als der Bub mit kroatischer Staatsbürgerschaft einen Knallkörper zündete. Durch die Explosion wurden dem Kind mehrere Finger abgetrennt.
Die Berufsrettung Wien leistete umgehend notfallmedizinische Erstversorgung und brachte den Schwerverletzten in ein Krankenhaus. Die genauen Umstände des Unfalls werden derzeit vom Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Brand, untersucht. Noch ist unklar, um welche Art von Pyrotechnik es sich handelte und wie der Bub in deren Besitz kam.
Polizei warnt vor Gefahren
Die Wiener Polizei nutzt diesen Vorfall, um erneut vor dem Gebrauch nicht zugelassener Böller und der unsachgemäßen Verwendung von Pyrotechnik zu warnen.
"Die meisten Unfälle mit pyrotechnischen Erzeugnissen sind auf Sorglosigkeit, Unachtsamkeit sowie nicht bestimmungsgemäße Verwendung zurückzuführen", heißt es von den Behörden. Besonders gefährlich sei der Umgang mit aus dem Ausland besorgter Pyrotechnik ohne erforderliche Qualitäts- und Zulassungskriterien. Bei Verstößen gegen das Pyrotechnikgesetz drohen neben möglichen strafrechtlichen Konsequenzen auch Verwaltungsstrafen bis zu 3.600 Euro.
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