Chronik | Wien
03.05.2018

Schüler niedergestochen: Antrag auf U-Haft gestellt

Der Gesundheitszustand des verletzten Burschen war am Donnerstag "unverändert", hieß es aus dem Krankenhaus.

Nachdem ein 16-Jähriger Mittwochfrüh vor einer Schule in Wien-Währing einen 14-Jährigen mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag einen Antrag auf U-Haft gestellt. Darüber müsse nun das Gericht entscheiden, sagte Behördensprecherin Nina Bussek. Der Teenager wurde bereits in eine Justizanstalt eingeliefert. Ermittelt wird wegen Mordversuchs.

Gesundheitszustand kritisch

Er soll den 14-Jährigen vor dem Polytechnikum in der Schopenhauerstraße 81 in den Bauch gestochen haben. Der Verletzte wurde in ein Spital gebracht und dort operiert, sein Zustand war auch danach noch kritisch. Der Gesundheitszustand des Burschen war am Donnerstag "unverändert", hieß es aus dem Krankenhaus zur APA.

Der 14-Jährige in Wien geborene Österreicher mit arabischen Wurzeln soll den 16-jährigen Kroaten seit einiger Zeit bedroht und Geld verlangt haben, da dieser seine Schwester als "hübsch" bezeichnet hatte. Durch diese Äußerung soll sich der Jüngere in seiner Ehre gekränkt gefühlt haben. Auch nachdem er tatsächlich einmal 100 Euro erhalten hatte, gab sich der 14-Jährige nicht damit zufrieden und wollte noch mehr erpressen. Beim Treffen vor dem Polytechnikum stach der 16-Jährige mit einem Küchenmesser zu. Der Ältere geht dort in die Schule, der Jüngere war vom Unterricht suspendiert worden.