Schmidgasse in Wien soll noch heuer bunt bemalt werden

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Damit soll sichtbar werden, dass es sich um eine Wohnstraße handelt.

Die Schmidgasse wird bunt. Wie genau, ist noch unklar. Fix ist nur, dass es farbenfroh wird. Denn die Bemalung der schmalen Gasse soll für jeden gleich ersichtlich sein, vor allem für Autofahrer. Dienen soll das künftige Straßenkunstwert schließlich nur einem Zweck: darauf aufmerksam zu machen, dass es sich bei der Schmidgasse um eine Wohnstraße handelt.

Widerstand regt sich

Neu ist die Idee nicht. In einigen Wiener Gassen wurde der Schritt bereits gewagt und der Boden bemalt. In der Josefstadt aber regt sich nun Widerstand, nicht alle Anrainer sind erfreut über die geplante künstlerische Neugestaltung.

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Die Schmidgasse bekommt einen neuen bunten „Teppich“.  So oder so ähnlich könnte er aussehen. 

Dabei stammt die Idee sogar von engagierten Bürgerinnen und Bürgern – im Rahmen des Grätzellabors Josefstadt. Derzeit sehe die Gasse nämlich aus wie jede andere Gasse, „mit Gehsteigen und Pollern links und rechts“, heißt es in einer Stellungnahme vonseiten des Grätzellabors. Da es sich aber um eine Wohnstraße handle, sei es eigentlich verboten, die Gasse mit dem Auto zu passieren. Stattdessen dürfen Kinder auf der Straße spielen. Und dennoch würden „viele Autos illegalerweise durch die Wohnstraße“ fahren. Abhilfe soll da künftig die bunte Bemalung auf der Straße schaffen. Die Farben sollen „Bewusstsein für die Wohnstraße schaffen“.

Dass man sich in der Josefstadt genau für diese Maßnahme entschieden hat, hat allerdings noch einen anderen Hintergrund: die Kosten. Im Vergleich zu einem „niveaugleichen Umbau“ – also der Anpassung der Straße an die Höhe des Gehsteiges – sei die Straßenbemalung kostengünstig, wird berichtet. Kostengünstig heißt in diesem Fall 15.000 Euro. So hoch ist der Budgetrahmen für das Projekt.

Anrainer werden zu Workshops eingeladen

Die Idee sei durch die Steuerungsgruppe des Grätzellabors beschlossen, für das Förderprogramm für die Umsetzung von Projekten eingereicht und vom Lenkungsgremium bewilligt worden, heißt es. „Der Entwurf muss noch abgestimmt und auch von den Dienststellen der Stadt Wien genehmigt werden.“ Auch die Anrainer sollen noch – entgegen den Befürchtungen – zu Wort kommen. Wie die Bemalung im Detail aussehen soll, will das Grätzellabor mit ihnen gemeinsam erarbeiten. Dazu seien Workshops geplant. In Umsetzung gehen soll das Projekt dann noch heuer.

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