Teilsperre auf S-Bahn-Stammstrecke: Längeres Parken für Pendler gefordert
Ab 7. September wird die Wiener S-Bahn-Stammstrecke für rund 14 bis 16 Monate gesperrt. Grund dafür sind umfassende Modernisierungen zwischen Floridsdorf und Hauptbahnhof. Dadurch müssen nicht nur Wiener, sondern auch Pendler aus dem Umkreis auf Alternativen zurückgreifen. Der Verkehrsclub ÖAMTC fordert für die kommende Zeit eine Entlastung für die Pendler.
„Uns ist bewusst, dass die Modernisierung notwendig ist, allerdings stehen zwischenzeitlich kaum gleichwertige Alternativen für Pendelnde zur Verfügung“, sagt ÖAMTC-Verkehrsexperte Matthias Nagler. Denn zusätzlich sollen im Sommer auch Teile der Linien U3 und U4 wegen Sanierungsarbeiten gesperrt werden.
Befristete Ausnahmen
Laut Nagler würde sich durch die geplanten Bauarbeiten die Fahrzeit für Niederösterreicher deutlich verlängern. Als Lösung schlägt der Verkehrsclub eine befristete Ausnahme von der zulässigen Höchstparkdauer in den Wiener Außenbezirken vor. Die Ausnahmeregelung sollen Betroffene mit einem Antrag einholen können.
„Vielen Pendlern wäre bereits sehr geholfen, wenn sie ihr Fahrzeug auch länger als die erlaubten zwei Stunden in einem Außenbezirk stehen lassen könnten“, sagt Nagler. Denn die Park & Ride-Anlagen am Stadtrand seien bereits stark ausgelastet.
Flexibles Parken mit Pauschale
Für das flexible Parken stellt sich der ÖAMTC günstigere Parkgebühren zum Beispiel in Art einer Tagespauschale vor. Sie sollen sich aber an die lokalen Verhältnisse, wie eine hohe Stellplatzauslastung in einzelnen Stadtvierteln, anpassen. Auch die allgemeine Gebührenpflicht und die Beschränkungen in Geschäftsstraßen können aus Gründen der Ordnung des ruhenden Verkehrs aufrechtbleiben.
Der ÖAMTC schlägt vor, die Maßnahmen bis Ende Oktober 2027 zu befristen – bis dahin soll die Sanierung der S-Bahn Stammstrecke dauern.
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