Roadrunner-Szene: Wiener Polizei stoppt Motorradraser mit 165 km/h
Die Wiener Polizei ging in der Nacht auf Sonntag gegen die Roadrunner-Szene vor (Symbolbild).
Die sogenannte "Roadrunner-Szene" stand in der Nacht auf Sonntag im Visier der Wiener Polizei. Auslöser waren Ankündigungen in sozialen Netzwerken zu einem Treffen der Szene in der Slowakei nahe der österreichischen Grenze, zu dem eine organisierte Kolonnenfahrt aus Wien und Niederösterreich erwartet wurde.
18 Führerscheinabnahmen und 746 Anzeigen
In Zusammenarbeit mit den Stadtpolizeikommanden Ottakring, Döbling und Donaustadt setzte die Polizei auf sichtbare Präsenz, mobile Kontrollen und gezielte Anhaltungen. Die vorläufige Bilanz ist beeindruckend: 746 Anzeigen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen, 15 Schnellrichteranzeigen, 18 Führerscheinabnahmen und 12 Kennzeichenabnahmen. Zudem wurden 59 technische Mängel an Fahrzeugen beanstandet, 160 Organmandate ausgestellt und vier Anzeigen wegen fehlender Lenkberechtigung erstattet.
Besonders gravierend war der Fall eines Motorradlenkers, der auf der A22/A23 die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um 85 km/h überschritten haben soll. Der Fahrer war außerdem nicht im Besitz einer gültigen Lenkberechtigung, wie die Polizei mitteilt. Das Motorrad wurde vorläufig beschlagnahmt, der Lenker wurde angezeigt.
Treffen untersagt, Gruppe zieht weiter
Das ursprünglich geplante Treffen in der Slowakei wurde von den dortigen Behörden kurzfristig untersagt. Die Gruppierung bewegte sich daraufhin in Richtung Bratislava weiter. Die Wiener Polizei betont, dass das Ziel der Schwerpunktaktion war, verkehrsgefährdendes Verhalten bereits im Inland konsequent zu unterbinden und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
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