Seit 60 Jahren gehört die kulinarische Sünde zu den Klassikern der deutschen Küche.

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Chronik Wien
07/13/2020

Rezept der Woche: Der Toast Hawaii

Ein Sommer wie damals soll das heuer werden, heißt es. Da darf der Toast Hawaii nicht fehlen.

von Julia Schrenk

Man mag es ja fast nicht glauben, aber so ein Toast Hawaii kann Inhalt eines Expertengesprächs sein.

Weil: Welcher Toast? Welcher Schinken? Und vor allem: welche Ananas? Und da haben wir vom Käse noch gar nicht geredet und die entscheidende Frage - Cocktailkirsche oder nicht - noch gar nicht gestellt.

Am Toast Hawaii scheiden sich bekanntlich jedenfalls die Geister. Man hasst ihn oder man liebt ihn. Dazwischen gibt es nichts. Für all jene, die ihn lieben, hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Welches Brot? 

Es soll tatsächlich Menschen geben, die bestellen das Toastbrot für ihren Toast Hawaii beim Bäcker vor und schneiden es dann zuhause selbst - nämlich exakt so dick wie die Ananas. Damit das Verhältnis passt. 

Wer nicht zur Übertreibung neigt, kann auch einfach stinknormales Toastbrot nehmen. Wichtig ist nur, dass man die Scheiben im Toaster toastet (und mit viel Butter einstreicht) bevor sie (belegt) ins Backrohr kommen (das sollten Sie jetzt übrigens auf 220 Grad vorheizen). 

Welcher Schinken?

So sehr man geneigt ist, auf einen Toast einfach Toastschinken zu legen, beim Toast Hawaii empfiehlt sich das nicht. Besser: Feinen Beinschinken nehmen. Den legt man dann direkt auf das gebutterte Toastbrot. 

Welche Ananas?

Ja, Obst in Dosen ist böse, aber im Falle eines Toasts Hawaii ist der Griff zur Dosen-Ananas unabdingbar. Sie sind saftig und genau richtig geschnitten. Wer will, dass der Toast Hawaii "wie früher" schmeckt, der darf keine frische Ananas nehmen. Abtropfen lassen, bevor sie auf den Schinken kommt.

Welcher Käse?

Sie merken schon: Ein Toast Hawaii hat zwar nur 4 Grundzutaten, aber über die kann man stundenlang debattieren. Das ist beim Käse nicht anders, nehmen Sie einfach den, der Ihnen am besten schmeckt. Oft wird Toast Hawaii mit Emmentaler gemacht, Hartgesottene greifen sogar zum Bergkäse

Der Käse wird jetzt jedenfalls über die Ananas gelegt, danach kann Ihr Toast ins Rohr: Heißluft empfiehlt sich nicht, besser Ober-Unterhitze oder die Grillfunktion nehmen. Hat der Käse die für Sie richtige Farbe (nach etwa 5 bis 8 Minuten), darf Ihr Toast das Backrohr wieder verlassen. 

Cocktailkirsche oder nicht?

Zum Originalrezept gehört eine Cocktailkirsche dazu. Wer diese zu grausig findet, kann sie ruhigen Gewissens weglassen und stattdessen Preiselbeeren in die Mitte der überbackenen Ananas legen.

Fertig!

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