Die Reinprechtsdorfer Straße ist kein Aushängeschild für den Bezirk.

© Kurier/Juerg Christandl

Chronik Wien
01/13/2020

Reinprechtsdorfer Straße könnte Begegnungszone bekommen

Nach jahrelangen Debatten steht die Neugestaltung der Margaretner Verkehrsader bevor. Kritik gibt es am fehlenden Radweg.

von Bernhard Ichner, Josef Gebhard

Die Reinprechtsdorfer Straße – bis dato nicht gerade eine Zier – soll umgebaut und neu gestaltet werden. Bereits im kommenden Jahr könnte der untere Abschnitt von der Schönbrunner Straße bis zur Arbeitergasse in Angriff genommen werden. Der Rest bis rauf zum Gürtel folgt dann sukzessive im Zuge des U2-Ausbaus in einem mehrjährigen Verfahren.

Die Debatte um die Umgestaltung der Reinprechtsdorfer Straße, die quer durch den 5. Bezirk von Norden nach Süden führt, zieht sich seit Jahren. Bereits 2014 hat der Bezirk beschlossen, die Bürger bei den Planungen einzubeziehen.

Handlungsbedarf ist auf alle Fälle gegeben, denn ein Aushängeschild für den Bezirk ist die Einkaufsstraße längst keine mehr: Handyshops, Ramsch- und Fast-Food-Läden von fragwürdiger Qualität sowie Wettlokale prägen ihr Bild ebenso wie der Durchzugsverkehr.

Erster Plan im Februar

Im Zuge eines Bürgerbeteiligungsverfahrens wurde deshalb die Zukunft der Reinprechtsdorfer Straße erörtert. Die Ergebnisse flossen in einen Plan ein, der in etwa einem Monat der Stadt vorgelegt werden soll. Konkrete Details könne man daher noch nicht bekannt geben, sagt Bezirksvorsteherin Susanne Schaefer-Wiery (SPÖ) zum KURIER.Fakt ist, dass die Neugestaltung, die im Zuge des U2-Ausbaus durchgeführt wird, zwei Ziele hat:

Eine Verkehrsberuhigung der Straße, die ob des Transitverkehrs oft zur Staufalle wird. Sowie die Attraktivierung als Einkaufsstraße.

Um grüne Akzente zu setzen, werden entlang der Straße etwa 30 Bäume gepflanzt. Zudem könnten die Gehsteige verbreitert und mit Sitzmöbeln ausgestattet werden. Beim Siebenbrunnenplatz, der vis-a-vis der künftigen U2-Station „Reinprechtsdorfer Straße“ liegt, dürfte eine verkehrsberuhigte Zone – etwa in Form einer Begegnungszone – entstehen.

Und entlang der Fahrbahn sollen multifunktionale Zonen etabliert werden. Also Abschnitte, die je nach Bedarf als Parkplatz, Ladezone oder Schanigärten genutzt werden können. Die Kosten für die Maßnahmen stünden noch nicht fest.

Kein Radstreifen mehr?

Obwohl die Pläne noch gar nicht fertig auf dem Tisch liegen, gibt es vereinzelt bereits Bedenken. So kritisiert etwa Fahrrad-Lobbyist Hans Doppel, dass es auf der künftigen Reinprechtsdorfer Straße keinen Radstreifen mehr geben soll.

Schaefer-Wiery bestätigt das auf KURIER-Nachfrage zwar, verweist aber auf besagtes Bürgerbeteiligungsverfahren. Dort habe man sich darauf geeinigt, dass infolge der Verkehrsberuhigung kein Fahrradstreifen mehr notwendig sei. Zudem sei in der parallel verlaufenden Spengergasse ein solcher in Überlegung.

Die Bewohner dürften der Umgestaltung jedenfalls positiv gegenüberstehen: In der KURIER-Bezirksumfrage sprach sich (siehe unten) eine Mehrheit für Begegnungszonen und Grünräume aus.

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